Als kürzlich die 2-Jahrs-Schnäppchen-Lizenz vom Bitdefender auslief, hab ich beim örtlichen Elektronik-Dealer vor dem Regal mit den AV-Produkten gestanden und kurz mit Kasperskys Antivirus geliebäugelt, das ich mal unschlagbar gut fand und einige Jahre genutzt habe. Als die 2007er-Version sich aber so gar nicht friedfertig in mein Rechnersetup einbringen wollte (und dann auf der Arbeit eine CB-Version mir beim Installieren den Rechner abschoss), hab ich beschlossen, mich nach Alternativen umzuschauen. Wobei Bitdefender sich auch mit jeder neuen Version als weniger userfriendly präsentierte. Mehrere hundert Spammails abrufen und dann quasi jeden Virenfund mit der Hand wegklicken müssen macht keinen Spaß, nur so als Beispiel.
Dieser Tage sprach Eugene Kaspersky – und bei Heise liest sich das so:
Das Hauptproblem der Kriminalität im Internet sei auf die fehlende oder unzuverlässige Identifizierung der Anwender zurückzuführen, sagte Eugene Kaspersky, CEO des gleichnamigen Antivirenherstellers in einem Interview. Das Internet sei ursprünglich für einen kleinen, nicht-öffentlichen Kreis von US-Wissenschaftlern und Militärs entworfen worden. Nach seiner Meinung ist es ein Fehler gewesen, es so der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.
(…) Wenn er die Architektur des Internets ändern könne, würde er Internet-Pässe, eine Internet-Polizei und ein internationales Abkommen zur Befolgung von Internet-Sicherheitsstandards verwirklichen. Ländern, die dem Abkommen nicht beiträten, würden nach Kasperskys Fantasie vom Netz abgeschnitten werden.
Da steckt so eine Prise »real-russisches« Demokratieverständnis drin, die mich irgendwie sprachlos macht. Man mag sich gar nicht ausmalen, wenn so eine Sicht auf das Internet Einzug in die Software einer AV- oder OS-Firma halten würde.
Nachschlag?
Kauf mich!
Hallo Google…
the third will have you on your knees: der Hadopi-Fail
Note to self: Plesk vs. Yast, SMF2 RC2
Elektro-Perso meets Jugendschutz
I like Chinese: Bürgerzensur durch Jugendschutz
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