Die norwegisch Band a-ha hat gestern ihre Auflösung bekannt gegeben. Die bereits angekündigte Welttournee für 2010 wird zugleich das 25jährige Jubiläum ihres Debüt-Albums »Hunting high and low« sowie ein Abschied von den Fans sein. Abschlußkonzert am 4. Dezember 2010 in Oslo, danach ist Ende.
Im Mai/Juni 2010 wollen sie noch einmal nach Europa kommen und u.a. Festivals bespielen. Aufgrund der Unwahrscheinlichkeit, dass sich ein tba Konzerttermin in diesem Zeitraum mit meinem Kalender vereinbaren lässt, hab ich entschlossen, sie lieber in diesem Herbst live sehen zu wollen, bevor sie nicht mehr sind. Reguläre Tickets für Oktober/November gibts noch für Berlin, Hannover und Erfurt.
a-ha gingen den Weg vieler Pop-Bands, die nach ihrem erfolgreichem Debüt zwar eine Reihe großartiger Songs und Alben hingelegt haben, der Chartshow-Zielgruppe dann aber entwuchsen, ohne von Freunden anspruchsvollerer Musik ernstgenommen zu werden. Zu unrecht. Scoundrel Days (1986), East of the sun… (1990) und Minor Earth Major Sky (2000) sind herausragende Alben, How Can I Sleep with your Voice in my Head (2003) eine als Live-Album getarnte Greatest-Hits-Compilation (fast) ohne Durchhänger. Sänger Morten Harket hält den Rekord für die längste gehaltene Note (20.2 sec) in einem Top40-Song. Über den Haupt-Songwriter der Band, Pål Waaktaar-Savoy, steht in der Wikipedia der schöne Satz »Once “Q Magazine” named him as one of the best unknown lyricists of his generation.«
»I reached inside myself and found
Nothing there to ease the
Pressure of my ever worrying mind
All my powers waste away
I fear the crazed and lonely
Looks the mirror’s sending me these days«
The Sun always shines on TV – Live 2007 in Kiel bei einem Gratis-Konzert. Sehr ungewöhnlicher Anfang – und beim Gitarrenwechsel vergisst der Mischer zunächst, den Regler für die E-Klampfe von Waaktaar hochzuziehen… Shit happens.
Freu mich auf das Konzert in Hamburg in zwei Wochen.
Nachtrag: Einen schönen »Nachruf« hab ich grad im Rheinzeitungs-Blog gefunden. Tim Kosmetschke schreibt dort:
Mein Bild von dieser „Mädchenband“ änderte sich außerdem durch die Erkenntnis, dass sich zum Beispiel Coldplay ganz offen auf a-ha beziehen. Das erscheint – beim genaueren Nachdenken – absolut nachvollziehbar. Coldplay haben dieselben schlauen Melodien und dieselbe Eleganz. Dazu freilich noch die Coolness des Britpop und dessen Rock-Attitüde. Wobei auch a-ha wissen, wie man mit Gitarren umgeht.
Nachschlag?
Skandinavische Wochen…
Zeitvertreib mit Winamp
Does the blood that boiled now run dry? – Steve Skaith Band in Hamburg
tv&me: Rockpalast – Band of Horses
Wenn die Postfrau zweimal klingelt…
It’s war, she cried, It’s war, she cried (Soundtrack 1989)
A weekend in the city

