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der frühe vogel…

Die beste Platte der Welt (Soundtrack 1989)

»Disintegration ist das beste Album der Welt« (Kyle)

Natürlich dürfen The Cure in dieser Reihe nicht fehlen, obwohl sie IMHO 1989 schon knapp über ihrem Zenit waren. »Disintegration« war das Album, auf das wir alle gewartet haben, das mich dann aber doch vor allem enttäuscht hat. »Kiss me Kiss me Kiss me« von 1987 war ein unglaubliches Werk, vielfältig und eine Achterbahnfahrt der Gefühle: übermütige Popsongs (»Hot Hot Hot«, »Why can’t I be you«), manisch-depressive Teile (»The Kiss«, »Shiver and Shake«), sogar Lovesongs (»Just like Heaven«, »One More Time«) und ein trotziges ‘Trotzdem’ (»Fight«) als Abschluß. Dazwischen viele gute Songs, angenehm wenige Füller, zuviel für eine Vinylscheibe: ein Doppel-Album musste es sein, in knalligem Orange.

Im Vergleich dazu ist »Disintegration« ein recht homogenes Gebilde: sehr in Moll, ziemlich depri und musikalisch erschreckend gleichförmig. Ein ganzes Album für die Versöhnung mit den von »Kiss me…« verschreckten Schwarzkittel, die jetzt wieder einen Soundtrack hatten, um vom Weltschmerz gebeugt durchs Leben und über den Edelstahldancefloor im »Welcome« zu schlurfen.

Man kann nachlesen, dass Smith in dieser Zeit mit Depressionen und LSD kämpfte, das Album im Alleingang schrieb und es notfalls auch als Soloplatte rausbringen wollte, die Plattenfirma es für kommerziellen Selbstmord hielt, aber die Smith eher für sein Meisterwerk. Mich hat’s nicht wirklich vom Hocker gerissen. Irgendwie war ich da wohl schon einen Schritt weiter, vom Weltschmerz in Richtung Leben. Oder wollte zumindest einen besseren Soundtrack für die Depritage. Bei »Lullaby« ist noch dieses Augenzwinkern, ein Anflug von Selbstironie, vor allem im Video, aber leider wurde daraus der Konsenssong, zu dem (anfänglich) die Schwarzkittel noch grooven mochten, den die Chartshörer aber auch ganz toll fanden. Irgendwann war das Teil dann durch und totgenudelt – seit dem verloren an die Dergrößteschrottvongestern-Sender. Mit »Fascination Street« gelingt The Cure ein fulminantes Stück Musik, das Highlight der Platte.

Das Beste, was ich seitdem von Robert Smith gehört habe, war das Remake von »A Forest« gemeinsam mit Blank & Jones. Das Nachfolgealbum »Wish«? So belanglos, wie »Friday I’m in love« ein bemüht lockerer Popsong war. Ich hab dann nicht mehr weiter hingehört. »The Cure« (2004) fand über den Grabbeltisch zu mir und ich konnte einige interessante Songs ausmachen, aber nichts, das an die Sachen von vor 1989 heranreicht.

Verblüfft hab ich im letzten Jahr wahrgenommen, dass diese Band von neue, jungen Fans abgefeiert wird. Mit ist leider völlig schleierhaft, durch welche musikalische Großtat der letzten 10 Jahre das ausgelöst wurde. :|

Als Nachschlag und Kontrast: »Hot! Hot! Hot!«

Nachschlag?It was twenty years ago today… Something isn’t happening here… (Soundtrack 1989) Everything is gonna burn… (Soundtrack 1989) Wenn ich nur wüsste, welches Leben ich ändern müsste. to find another way Move Your Ass Festival There’s always something left to remind him…

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