Um es gleich vorwegzunehmen: die Aussage in der Überschrift ist total subjektiv, einseitig, möglicherweise irreführend und vor allem geprägt durch die Einkaufserlebnisse des gestrigen Dienstages.
Der Plan: ich hatte meiner Mum angeboten, mit ihr nach Dodenhof (Shoppingmall mit Dorfanschluß, mitten auf der Wiese, in der Nähe von Bremen) zu fahren. Auf meiner Shoppingliste standen diverse Textilien, Tonträger und Elektronikzeug sowieso. Sie wollte vor allem nach ein paar Anziehsachen suchen.
Eine Stunde hinfahren. Verabredung: Eine Stunde Einzelkampf durch die jeweilige Damen- bzw. Herrenabteilung. Dann im Café treffen und das weitere bereden.
Als wir uns nach ner Stunde wiedertrafen, standen wir beide mit leeren Händen da: nix gefunden. Beide nicht. Zu klein, zu teuer, nicht gefallend, zu wenig Auswahl – viele Gründe, aber ein Fazit: der Weg nach Posthausen war umsonst. Ich hatte in der Zeit sogar schon nach Schuhen und Lampen geschaut, außerdem das Technikhaus überfallen. Dort die nächste große Enttäuschung: CDs, die man bei den Amazonen (und eigentlich auch in jedem anderen Media Mars, sogar bei unserem Pampa-Fachmärkten) für auch schon teure 14 bis 16 Euro bekommt, fangen hier erst bei 16 Euro an. Irgendeine gängige, aktuelle CD lag da für 22 Euro rum – und da frugte ich mich dann: wollen die nichts verkaufen – oder gibts genug Laufkundschaft, die solche Preise für normal halten? Solche Apothekerpreise durfte sich früher eigentlich nur WOM erlauben, aber die hatten dafür auch jeden Scheiß.
Immerhin hab ich mich etwas bei den Netbooks umschauen können, um einer Kaufentscheidung näher zu kommen, mit der ich mich grad rumplage. Ich will gar nix besonderes. Eigentlich nur ein kleines elektronisches Notizbuch mit Terminkalender auf dem man rumsurfen und Fotos abspeichern kann.

Nach dem Kaffee sind wir dann spontan nach Bremen weitergefahren: die Weserstadt, die Werder hat. Und eine kuschelige Altstadt mit allem, was man so braucht. In unserem Fall: Kaufhof, Saturn und C&A. Für mehr hat auch die Zeit nicht mehr gereicht. In knapp 2 Stunden den Kleiderschrank aufgefüllt, Tropico3 für unter 30 Euro erworben, Netbooks, externe Festplatten, TV-USB-Sticks und CD-Abteilung begutachtet, Beratung bei Festplattenrecordern erhalten… – und schließlich doch nur mit Game und einer CD den Saturn verlassen, was aber ok war.
Parkhaus in überflüssiger Torschlußpanik verlassen. Ungeklärtes Hungergefühl trieb uns mangels besserer Idee in den Bahnhof (außerdem kann man auf der Bürgerweide billig parken). McDoof kam nicht infrage; der PizzaHut, den ich dort wähnte, muß wohl ne Feta Morgana oder auf nem anderen Bahnhof gewesen sein. Die zweite kulinarische Überraschung des Tages ausgerechnet im Bremer Hauptbahnhof: ein etwas (!) versüfft wirkender Italiener auf der Bürgerweiden-Seite, quasi neben dem Werderbäcker. Pizza in normaler Tellergröße (also um die 28 cm) mit lecker knusperdünnem Teig (also so, wie er sich beim Italiener gehört) mit gutschmeckenden Zutaten oben drauf ab 7 Euro. Und das im Bahnhof, wo man normalerweise bei nem verwelkten Sandwich schon arm wird.
Die erste kulinarische Überraschung ist oben abgebildet: der vermutlich kleinste Latte Macchiato, den ich jemals irgendwo käuflich erworben habe. Ich dachte erst, es wär nen Scherz oder Verwechselung. Musste spontan nen Beweisfoto machen. Hätte nie gedacht, dass man Lattegläser unter 0,3l erwerben könnte. Das Dodenhof-Café konnte das. Ist es eigentlich normal, dass bei Warmgetränken auf Speisekarten nie die Füllmengen dran stehen? Fast 3 Euro für maximal 0,2l. Immerhin geschmockt hat er.
Die offene Frage: wie halte ich mich davon ab, den restlichen Jahreswechsel-Urlaub auf Tropico zu verbringen statt all das zu erledigen, was seit langem auf meiner todo-Liste steht… :|
Nachschlag?
so this is christmas…
Been where everyone has gone before
Jahreswechsel mit Randsportart
little boxes on the tv, little boxes, all the same…
Wintervorrat an Schokolade und Kaffee…
Penny entfairt
locked out

