Als ich aus der Heide verschwand, gab es das Hurricane Festival noch nicht. Als ich in die Pampa zurückkam, brauchte ich immerhin bis 2008, um das erste mal hinzugehen. Drei Tage nach einem ansonsten sehr geilen Festival kam ich berufsbedingt in Scheeßel vorbei, hatte präventiv die Canon EOS eingepackt und einen Plan: Festzuhalten, wie das Zeltplatzchaos aussieht, wenn 70.000 Besucher wieder weg sind.
Eine gute Stunde Herumgewandere auf dem Campinggelände, ein paar hundert Fotos, ein kurzes Gespräch mit einem Altmetallhändler, der containerweise geschrottete Klappstühle einsammelte. Verteilter Restmüll, der von Traktoren mit Heuwendern dran zusammengeharkt und mit »Müllstaubsaugern« aufgesaugt wird. Ein Jungbauer erzählte mir, dass wären im Prinzip auch »normale« landwirtschaftliche Geräte, aber ich hab vergessen, wofür.
Der bleibende Eindruck war: soviel Schrott, soviel Müll, soviel Verschwendung. Es ist schlicht unglaublich, wieviel Müll einfach aus Wegwerf-Mentalität liegenbleibt. Zelte, Stühle, Möbelstücke, Lebensmittel: man schleppt alles für drei bis vier Tage an – und lässt alles liegen, was man nicht mehr mitnehmen will. Löblich, dass die Festivalorganisation Aktionen zur Müllvermeidung macht. Auf den good will der Besucher alleine sollte man aber nicht setzen. Letztlich ist auch das Müllpfandsystem zu umständlich: meine Münzen aus den letzten beiden Jahren hab ich noch. Unseren Müll haben wir trotzdem entsorgt. Das meiste davon Zuhause.
Die Fotos gab es 2008 auch schon mal auf Flickr, aber dort wird man als Kostenlos-Kunde ja nicht (mehr) viel.
Nachschlag?
Seen live: gut abgehangene Fotos, neu ausgegraben
Hurricane Fighter Plan
to find another way
Höpen Air Bandcontest 2010
Zementstaubblog
Here comes the summer…
Klutz 06.11.2009 @ FZB (Fotos)




















Ja – es ist wirklich erschreckend, wie viele Sachen bei solchen Festivales immer liegen bleiben. Oftmals ist der Müll gar kein richtiger Müll: Aus Fauheit werden teilweise Sachen liegen gelassen, die noch völlig in Ordnung sind. Z.B. Haufenweise Stühle und Grills…
Grüße Dennis
PS: Ich war zwar nicht wie du auf meinen Blog gekommen bist – aber danke für deine Verlinkung! :-)
Ja, genau, der Müll, der eigentlich keiner ist… Zum Beispiel Besteck, und zwar gar kein schlechtes, vermutlich bei Mami aus der Küchenschublade entwendet. Man kauft die Billigstühle, Billigzelte und Billiggrills und nimmt sie ‘natürlich’ nicht mehr mit, weil Wegwerfen praktischer ist als wieder einpacken. Dazu gehört dann noch die entsprechend assige Festivalkultur nach dem Motto ‘der Zeltplatz ist der eigentliche Headliner’.
Im selben Jahr war ich auch mit einigen Leuten am Ring, haben durch Glück im Unglück einen ‘halboffiziellen’ Platz in der Nähe der Nordschleife gehabt, wo wir direkt neben dem Auto zelten konnten – wesentlich angenehmer das! Und man konnte seinen Scheiß auch gleich wieder in den Wagen packen, ohne ihn 3 Kilometer übers Gelände schleppen zu müssen :)
Ufff, wie bin ich auf Dein Blog gekommen…? Würd mal auf die ‘Ich Herz Blogs’ Aktion tippen. Du machst da nen schönen Mix aus ‘normalem’ und Foto-Blog. Und ich schau gerne mal in andere Fotoblogs, um mich daran zu erinnern, dass meine Cams auch mal mehr als nur rumliegen oder ‘rumknipsen’ wollen.