Ich hab mir ja echt nen Ohrwurm an La Roux’s »Bulletproof« gehört – und auch das Album dazu ist sehr anhörbar, maximal 3 Songs die wirklich nur “Durchschnitt” sind, der Rest locker drüber. Manchmal kratzt Elly Jackson stark am nördlichen Rand ihres Stimmumfangs, aber sie ist nun mal keine Alison Moyet. Der Vergleich zu Yazoo ist schon häufiger bemüht worden, er passt auch irgendwie, aber das Stimmvolumen von »Alf« ist nun mal etwas wuchtiger. Aber egal: weniger Soul kann manchmal auch mehr sein und La Roux fröhnen momentan ja eher den Kühlhaus-Soundwelten (auch wenn das beim nächsten Album angeblich anders werden soll). Daher liegt ‘gefühlt’ ein anderer Vergleich fast noch mehr auf der Hand: Durch die Songs von Anne Clark, der Königin des Spoken-Word-Synthpops wehte – zumindest in der Zeit, wo sie gemeinsame Sache mit David Harrow machte, also auch in den 80ern – ein ähnlich unterkühlter Wind.
Anyway: die frühen 80er sind mehr als zurück, man darf Synthpop wieder mögen. Und da der direkte Vergleich auf der Hand liegt, hab ich von Yazoo »Don’t go« ausgegraben. Ein schöner Song, ein loliges Video mit gutgelauntem Vince Clarke als Dr. Frankenstein und Graf Dracula, dazu noch Sklette, Monster, randalierende Ritterrüstungen – und Gummifledermaus. xD
[Video nach dem Klick, weil der Autostart sich nicht stoppen lassen will...]
Nachschlag?
Axel F vs. Situation
I know you’ll gonna love it
came back only yesterday: Yazoo live
Everything is gonna burn… (Soundtrack 1989)
Die beste Platte der Welt (Soundtrack 1989)
even though I just had woken up
Zeitvertreib mit Winamp

