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Mensch und Maus auf Eis, sieben Fenster später

p5rn7vb

just freeze...

Die ad-hoc Rechneraufräustung im Juni ging viel zu problemlos über die Bühne, als das man nicht den halben Urlaub damit verbringen könnte, beim Ordnen seiner Daten obskure Probleme mit einfrierenden Mäusen, Rechnern und Windows7 im allgemeinen zu erleben…

Seitdem mir kürzlich meine alte Hardware wegbröselte, bin ich dabei, mir meinen rundumerneuerten Rechner (Gigabyte GA-790XTA-UD4 mit AMD PhenomII X6 – schnellste und aktuellste Kiste, die ich je hatte) wieder so einzurichten, wie er sein soll. Plus Gewöhnung an Windows7. Plus schon vorher anstehende größere Festplatten-Replacements (kleine, alte raus – neue, große rein) und dazugehörigen Datenkopieraktionen.

Also nach der den ersten “Hauptsache Rechner läuft”-Wochen im Urlaub neue Festplatte (WD BlackCaviar) rein, Windows installiert. Leichtsinnigerweise AHCI-Modus ausprobiert. Klappt mit den aktuellen AMD-Treibern ganz ok, aber die beiden 6Gb-SATA-Marvell-Ports wollten irgendwie nicht so richtig. Die mitgelieferten und bei Gigabyte für Win7 downloadbaren Treiber treiben offenbar nicht wirklich. Wenn man jedoch XP64bit als OS angibt, bekommt man auch »Marvell RAID Driver (SATA3) for AHCI Mode« zur Auswahl. Das Archiv hinter »motherboard_driver_marvell_ahci.exe« enthält dann AMD64-Treiber, mit denen (nach ersten Eindrücken) die beiden SATA3-Ports von Windows gefunden und korrekt angesprochen werden, was auch von Vorteil ist, wenn der Port nur im IDE-Modus läuft. Nach der Installation konnte z.B. CrystalDiskInfo auch die SMART-Werte korrekt auslesen (was vorher nicht ging).

Eine der wirklich bösen Angewohnheiten von Win7 ist es, defaultmäßig davon auszugehen, dass User seine Festplatten sauber defragmentiert haben möchte, einmal die Woche, ohne weiter Rückfrage. In einer Bastel-Phase, wo man sich nicht so sicher ist, ob der Rechner stabil läuft und wo Kopieraktionen nicht immer erfolgreich verlaufen, ist Defragmentieren IMHO das letzte, was angesagt ist. Ich hoffe, diese Eigenmächtigkeit von Win7 hat mir keine Daten zerschossen.

Ein weiteres Problem, dass mich jetzt über Tage wahnsinnig gemacht hat: kurze Freezes, Hänger, Pausen oder wie man das auch immer nennen möchte. Spannenderweise tauchte dieses Phänomen IIRC erst nach dem zweiten oder dritten Neuinstall auf: Rechner läuft offenbar weiter, Winamp lässt sich z.B. nicht vom Spielen abhalten, aber der Mauspfeil bewegt sich nicht mehr. Just Freeze. Passiert alle paar Minuten, mal auch längere Zeit gar nicht, dann wieder häufiger. Die Freezes dauern ein paar Sekunden, dann läuft alles ganz normal weiter. Passiert im Explorer, im Browser, bei anderen Anwendungen. Die Win-Bordmittel wie der schöne Systemintegritätsbericht berichtete von gelegentlichen überlangen Warteschlangen am Systemlaufwerk, aber gerade dann, als Hänger auftraten, wollte er nichts bemerkt haben. Speichertest: keine Probleme. Windows mehrmals neu installiert, nen Wolf gegoogled, aber das Problem tauchte bereits auf einem quasi nackten System auf mit nix weiter als Windows allein zu Haus. Also Hardwareproblem. Ultima ratio: Netzteil wechseln. Das 500W-Teil hatte unter dem 64-bit-Single-Core-Athlon gute Dienste geleistet, aber vll. ist es für aktuelle Hardware dann doch zu schwach.

Der einzige Pampaladen, der heute abend noch ein Marken-Netzteil über 600W rausrücken wollte, waren die Experten, die 150 Euro für das beQuiet-Teil war mehr als ich eigentlich ausgeben wollten, aber egal: Nägel mit Köpfen! Eine Bastelstunde später lief der Rechner mit neuem, angenem leisen Netzteil. Und: Der Mauspfeil ruckelte nur noch sehr sporadisch und kaum wahrnehmbar. Teilerfolg also. Immerhin.

Allerdings machte mich je länger je mehr eine Kleinigkeit misstrauisch: bei der ersten Inbetriebnahme meldete Windows den Fund zweier neuer Geräte: Einen USB-Hub (zu dem sich automatisch kein Treiber finden wollte) und ein USB-Gerät. Ich hab nur einen USB-Hub am Rechner, und der ist direkt im Monitor. Einige Umsteck-Übungen (Maus mal direkt am Rechner, dann wieder am Hub) untermauerten meine Ahnung: am Hub traten noch gelegentlich Mini-Hänger auf. Am Rechner-Port nicht. Womit sich auch erklären ließe, warum es in den ersten Wochen keine Freezes gab: da lief die Maus provisorisch direkt am PC, nicht am Hub. Der Monitor-Hub hat auch keine eigene Stromversorgung. Ich kenn mich da nicht so genau aus, aber mit ein bisschen Phantasie könnte ich mir vorstellen, dass durch das zu schwache Netzteil und die vielen Sachen am USB-Port die Maus ab und zu zu wenig Saft bekommen hat – und nicht mehr funzte. Warum sie jetzt immer noch ab und zu am Hub ruckelt ist mir rätzelhaft. Mein Düsseldorfer Lieblings-Atari-Fachhändler, der in den 90ern einige Male an meinem TT schrauben durfte, nannte sowas Hardware-Toleranzen: kann funzen, muß aber nicht. Jeder Jeck Chip is anders. Oder so.

Ich hab beim Durchwühlen von endlosen Support-Threads in vielen Windows- und Hardware-Foren dieser Welt viel über möglicher Ursachen von unmotivierten Systemhängern gelesen und viele gute Ansätze zur Fehlersuche gefunden. Diese Ursache – eine Maus mit Mangelerscheinungen – war nicht dabei. Wer rechnet auch damit, dass das einzig Eingefrorene der Mauspfeil war…? Erklärt aber, warum Winamp so unbeeindruckt weiterlaufen konnte. Vielleicht können diese Zeilen nochmal für irgendjemanden von Nutzen sein, der sich damit 3 mal Reinstall oder ähnliches erspart.

Immerhin ist das Geld für das Netzteil nicht zum Fenster rausgeworfen, das alte war vermutlich tatsächlich zu schwach und das neue dürfte Dank hohem Effizienzgrad sogar noch Strom sparen.

p5rn7vb

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