Es gibt etwas Neues von J.R.R. Tolkien.
Aus dem Nachlass des bereits 1973 verstorbenen Schriftstellers hat sein Sohn Christopher Tolkien ein weiteres Werk veröffentlicht: »Die Legende von Sigurd und Gudrún«.
Bereits 2009 erschien die englische Ausgabe (ooops, nix von gemerkt), Klett-Cotta brachte im August eine zweisprachige Ausgabe mit deutscher Übersetzung und englischem Originaltext heraus.
Wer einen neuen Herrn der Ringe oder Hobbit erwartet, wird vermutlich enttäuscht. Es handelt sich um Gedichte, eine Saga in Versform, Neudichtungen von altgermanischen Stoffen.
Denis Scheck frohlockte vorhin in »Druckfrisch«:
Die Legende von Sigurd und Gudrún” ist ein Buch über Könige, Drachen und Ringe, Treue und Verrat, Rache Gift und Schatten – randvoll von gespaltenen Schädeln, gebrochenen Eiden, zerborstenen Schwertern. Wer es liest, lernt die Quellen von Tolkiens Mittelerde in den isländischen Sagas kennen und wird, in Tolkiens Worten, »die jähe Erkenntnis haben, dass ihm hier etwas von ungeheurer Wucht begegnet, etwas, das in manchen Teilen immer noch von einer beinahe dämonischen Kraft erfüllt ist.«
Hört sich interessant an. In Kürze vermutlich in der ARD-Mediathek zum selber anschauen, was sich lohnt, denn erstens sieht Scheck beim Grinsen aus wie Smeagol im rentenfähigem Alter und zweitens hat er in seinem Sarrazin-Verriss einen netten kleinen Lacher eingebaut.
Beim Verlag gibts umfangreiche Infos und eine FAQ zum Buch.