fotoflut

Midway @ MYA2008 (Samstag)Terremoto Pip @ HABC 2011Die Stiele @ HABC 2009Frite Jewel @ MYA2008 (Freitag)

quartalsplatten

der frühe vogel…

Harrisburg – Tschernobyl – Sellafield – Fukushima

Es twitterte heute, dass vermutlich jede Generation »ihr Tschernobyl« bräuchte, damit die Gefahren der Atomtechnologie nicht von der Tagesordnung verschwände. Wenn ich mal grob nachzähle, komme ich auf vier bis fünf Havarien und heftigere Störfälle. Vier, wenn man Forsmark rausrechnet, wo es 2006 sehr glimpflich ablief und die Kernschmelze noch verhindert werden konnte. Irgendwie kann ich die Einschätzung, das große Atomunfälle so unwahrscheinlich selten sind, nicht teilen.

Der Krisengipfel unserer Grinsekanzlerin gestern war vor allem: Aktionismus, Symbolpolitik, Beschwichtigung. Und überflüssig. »Da, schaut her, wir kümmern uns, was ja gar nicht nötig täte, weil hier ist ja alles sicher…« Deutscher Landtagswahlkampf im Angesicht einer japanischen Kernschmelze. Röttgen kann  - wenn auch nur zwischen den Zeilen – behaupten, er wäre ja schon immer gegen Laufzeitverlängerung gewesen, was aber egal ist, weil ihn fragt man ja sowieso nicht, wenn im Kabinett Beschlüsse gefasst werden. Ändern wird sich nichts. Vielleicht rüstet man die passenden Adapterkabel nach, die in Fukushima angeblich fehlten, um die mobilen Notstromgeneratoren anzuschließen.

Meanwhile, on the other side of the planet? Zu ausradierten Städten und verwüsteten Küsten fehlen mir die Worte.  Zum Abschlachten der libyschen Revolution irgendwie auch. Das findet zwar unmittelbar vor unserer Haustür statt, und da könnte man immerhin jetzt noch beherzt eingreifen, aber warten wir ruhig noch ein paar Treffen, Sitzungen und Tage ab, bis sich die Sache von selbst erledigt hat.

Tschüss, Vattenfall!


www.tschuess-vattenfall.de

Castor-Demo: jetzt mit noch mehr Repression!

Rollentausch beim Anti-Castor-Protest!  Komm auch du – schlag zu! (by, via)

Fahnen schwenken und Parolen rufen auf den Stufen vor dem Reichstag [Update]

Nachschlag: Fotos hochgeladen.

… wurde nicht verschoben: Trotz Sperre und Verbot hat sich die Demo in ihrer Eigendynamik einfach auf den Stufen vor dem Reichstag niedergelassen. War vielleicht auch besser so: Die Menschenmassen hätten vor dem Hauptbahnhof (wo die Abschlußkundgebung stattfand) gar nicht alle Platz gefunden. So gegen fünf, als die Demo schon längst hätte zu Ende sein sollen, kamen noch immer Leute mit dem Demonstrationszug auf den Platz. Die Polizeikräfte sperrten zwar die direkte Auffahrt zum Reichstag und den Eingangsbereich ab, schauten aber ansonsten dem Treiben zu. Bis zum Hauptbahnhof haben wir uns gar nicht mehr auf den Weg gemacht. Ob nun tatsächlich 100.000 Leute da waren, wie die Veranstalter behaupten? Es waren auf jeden Fall viele und wohl wesentlich mehr als erwartet. Schauen wir mal, ob das reicht, um noch Einfluss auf die aktuelle Gesetzgebung zu nehmen.

Links zum Tag: taz-Demoticker, ard tagesthemen, Süddeutsche Zeitung, rbb (auch mit nettem Video), Spreeblick und die Opalkatze mit weiteren schönen Links.

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Power to the People

Licht für Afrika und Solartechnikerinnen in Bangladesh. Ein Dokumentarfilm zeigt, dass die radikale Umwälzung des Energiemarktes gegen alle Aussagen der Kraftwerks-Lobby möglich ist. (ARD; ttt)

Und warum es genug Energie für alle gibt, auch nach dem Öl…