Eine CD-Lieferung aus UK spülte mir heute abend recht preiswert eine CD in die Finger, die zu den UK-Top10-Alben des Jahres 1991 gehört: »30 Something« von Carter The Unstoppable Sex Machine, gerne auch zu Carter USM verkürzt. Eine Mischung aus billigen Drumloops, Keys und Samples, Punk-Gitarren und einer Menge Wut im Bauch – als hätte man die frühen Pet Shop Boys mit The Clash zu einer Homerecording-Session in einem heruntergekommenen Londoner Stadtteil festgesetzt und Alien Sex Fiend für ne halbe Stunde zum Tee eingeladen. Im Kontext des aktuellen Elektro-Revivals sind sie vielleicht eine kleine Wiederentdeckung wert.
»Anyplace Anytime Anywhere« hat glücklicherweise nichts mit Nena zu tun. Eher mit einer Menge Alkohol und wie man ihn als Unterschichts-Brite zielgerichtet einsetzt, um sich gezielt der trostlosen Wirklichkeit zu entziehen: »Anyplace, anytime, anywhere there’s a wonderful world you can share«, egal ob mit Selbstgebrautem, Southern Comfort oder Mundwasser.
The tequilla sun is rising
and the Harvey’s Bristol moon is sinking
Put the Binatone on snooze
open up some Special Brews
and start drinking


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