fotoflut

Pauka @ HABC 2011 Both Legs Broken @ MYA2008 (Freitag)Fledermannkackaffen @ MYA2011Midway @ MYA2008 (Samstag)

quartalsplatten

der frühe vogel…

Harrisburg – Tschernobyl – Sellafield – Fukushima

Es twitterte heute, dass vermutlich jede Generation »ihr Tschernobyl« bräuchte, damit die Gefahren der Atomtechnologie nicht von der Tagesordnung verschwände. Wenn ich mal grob nachzähle, komme ich auf vier bis fünf Havarien und heftigere Störfälle. Vier, wenn man Forsmark rausrechnet, wo es 2006 sehr glimpflich ablief und die Kernschmelze noch verhindert werden konnte. Irgendwie kann ich die Einschätzung, das große Atomunfälle so unwahrscheinlich selten sind, nicht teilen.

Der Krisengipfel unserer Grinsekanzlerin gestern war vor allem: Aktionismus, Symbolpolitik, Beschwichtigung. Und überflüssig. »Da, schaut her, wir kümmern uns, was ja gar nicht nötig täte, weil hier ist ja alles sicher…« Deutscher Landtagswahlkampf im Angesicht einer japanischen Kernschmelze. Röttgen kann  - wenn auch nur zwischen den Zeilen – behaupten, er wäre ja schon immer gegen Laufzeitverlängerung gewesen, was aber egal ist, weil ihn fragt man ja sowieso nicht, wenn im Kabinett Beschlüsse gefasst werden. Ändern wird sich nichts. Vielleicht rüstet man die passenden Adapterkabel nach, die in Fukushima angeblich fehlten, um die mobilen Notstromgeneratoren anzuschließen.

Meanwhile, on the other side of the planet? Zu ausradierten Städten und verwüsteten Küsten fehlen mir die Worte.  Zum Abschlachten der libyschen Revolution irgendwie auch. Das findet zwar unmittelbar vor unserer Haustür statt, und da könnte man immerhin jetzt noch beherzt eingreifen, aber warten wir ruhig noch ein paar Treffen, Sitzungen und Tage ab, bis sich die Sache von selbst erledigt hat.

Seid ihr eigentlich alle verrückt?!Seid ihr eigentlich alle verrückt?!

not my präsidentin (via fixmbr.de)

Kann man sich mal kurz über den Geisteszustand der Berliner Parteienlandschaft Gedanken machen? Der Rücktritt von Köhler: ok, dumm gelaufen. Nachvollziehbar, dass ein Präsident, der sich fortlaufend mehr zu einem Doppelgänger von Matthias Richling entwickelt, irgendwann nicht mehr die nötige Autorität für sein Amt hat. Schwamm drüber, shit happens, und immerhin hatte Bundeshotte damit etwas, das die Bundeswehr in Afghanistan nicht hat: eine Exit-Strategie – und die Möglichkeit, diese zum Einsatz zu bringen. Es sei ihm gegönnt.

Aber was jetzt? Man hört Vorschäge.  Die drei unglaublichsten, in der Reihenfolge der Unglaublichkeit:

3. Wolfgang Gehardt.

Der Unsympath von der FPD. Typ »stubenreiner Wadenbeisser«. Als Bundespräsident? Eine Integrationsfigur für’s Volk? Möglicherweise für alle? Einer Partei, die schon wieder an der 5%-Marke knabbert? Come on, meint ihr doch nicht ernst?

2. Margot Käßmann.

Rot-Licht-Gestalt von uns Evangelen. Irgendwann auch mal von mir geschätzt, muß zu Zeiten gewesen sein, bevor sie Bischöfin wurde oder kurz danach. Innerkirchlich ist sie nicht die reine Sympathieträgerin, als die sie gerne gemalt und medial wahrgenommen wird. In den letzten Einsparrunden ist mir von ihr der Satz im Ohr hängen geblieben, dass man quasi alles einsparen könne, solange im Pfarrhaus noch das Licht brennt – welch ein grenzwertig-gestriges, pfarrerzentriertes Verständnis von Kirche. Völlig unverständlich daher der öffentliche Weinkrampf der Mitarbeitervertretung in der Hannoverschen Landeskirche, die der Ex-Bischöfin in geradezu anbiedernd-peinlicher Weise nachweint. Warum grad eine evangelische Ex-Bischöfin Bundespräsidentin werden sollte? Was qualifiziert sie, außer dass sie auf einem irrationalen Beliebtheits-Hype dahingleitet? Liebe SPD, der Vorschlag kam doch aus euren Reihen: geht’s noch? Fragt doch lieber die Gesine nochmal.

1. Ursula von der Leyen.

Die Übermutti. Die Ernst-Albrecht-Tochter. Keifende, unsachliche, Lügen verbreitende Streiterin für Zensur im Internet. Demokratiedemontiererin. Zensursula. Hassfigur der Netzgemeinde. WTF?!!einself. Liebe CDU, brennt ihr? weiterlesen…

Dekadente Vereselung

»Die spätrömische Dekadenz bestand darin,
dass die Reichen
nach ihren Fressgelagen
sich in Eselsmilch gebadet haben
und der Kaiser Caligula
einen Esel zum Konsul ernannt hat.

Insofern stimmt Westerwelles Vergleich:
Vor 100 Tagen ist ein Esel
Bundesaußenminister geworden.«

Heiner Geisler (CDU)

Wir harren der Implosion der Koalition …  :popcorn:

via taz.de

Schwarzrot

CDU und SPD in Thüringen haben sich nach knapp zweiwöchigen Verhandlungen auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. (taz.de)

»Ich seh schwarzrot« hört sich gefühlsmäßig gar nicht gut an, so nach finstere Aussichten, gepaart mit Agression. :wink:

Gute Gelegenheit, mal wieder Marc-Uwe Kling mit seinem SPD-Song rauszukramen: