fotoflut

See You Next Tuesday @ MYA2008 (Freitag)Stoke @ MYA2009MYA2008-Impressionen (Freitag)Grounded Monkey @ Markthalle 2005

quartalsplatten

der frühe vogel…

Wenn es etwas zu sehen gibt, gibt es etwas zu zeigen

Grad bei Frank gelesen: 3sat bringt eine TV-Doku über die Sterne, eine Band die ich hier ja ganz gerne mal abfeier. Zu sehen am 3. November 2010 um 22.55 Uhr. 80 Minuten aus dem Jahr 2009, während der Neuausrichtung und Verkleinerung der Band und der Produktion der aktuellen Platte »24/7«. Der Trailer ist leider etwas nichtssagend, aber ich wollte ihn euch nicht vorenthalten.

Würd mich gerne vorfreuen, befürchte aber, dass ich mich dann berufsbedingt außerhalb der Reichweite eines Fernsehgerätes befinde. :sad:

Autumn winds blowin’ outside the window: Hörsturz Runde 29

Ein paar Runden Hörsturz sind an mir vorbeigegangen, weil ich über den Sommer wenig Zeit und oft auch keine Lust hatte. Mit dem Wiedereinstieg wollte ich mir eigentlich noch Zeit lassen, aber erstens hab ich grad Lust und zweitens ist ein Song unter den Pflichttracks, den ich mir nicht entgehen lassen möchte. :)

Also: hinein in die Hörsturz Runde No. 29!

:play: Herr von Grau feat Nihilists – Kalt (von Tenza)

Hab beim ersten Blick auf den Titel das Schlimmste befürchtet, nämlich die üblich dunkle Soße, von der manche Hörsturz-Mitmacher ja nicht genug bekommen können :wink: .
Aber hey, was für eine angenehme Überraschung! Markante Gitarre am Anfang, bei der ich irgendwie an Nothing Else Matters denken muß. Brauchbare Beats, Weltuntergangs-Text und insgesammt stimmige Soundteppiche und musikalische Abwechslung zum Sprechgesang. BTW: Man könnte mal untersuchen, wie sich Weltuntergangs-Songs in den letzten 30 Jahren verändert haben. Mein Eindruck: die atomare Apokalypse ist nach dem Ende des Kalten Krieges weit weg, auch das Thema Umweltzerstörung und Klimawandel ist fast schon wieder durch. Mit Blick auf die Flobots, die unter den Bonustracks noch lauern scheint mir das soziale oder politische Ende der Welt wie wir sie kennen ein präsenteres Thema zu werden.
Fazit zu diesem Song: Schöne Sache, von diesem Herr (oder Herren?) wird man hoffentlich noch mehr hören, zumal er offenbar auch ein weiteres Themenspektrum abdeckt. Bleibt die Frage, wo man die bei Youtube angepriesene kostenlose Download-EP noch bekommen kann. Haben wollen.

3,5 Punkte

:play: Murder By Death – Sometimes the Line Walks You (von Kristin)

Ja, ok. Hmmmm… Fängt ja ganz nett an, versumpft dann aber zu sehr in Südstaatenrockmuster, die ich mir eigentlich nur von Nick Cave gefallen lassen würde. Die Schublade passt vermutlich nicht wirklich, aber das passt wiederrum zu diesem Song, der mir nicht wirkich gefällt. Nuff said.

2,5 Punkte

:play: Zola Jesus – Night (von Robert)

Hmmmm. Wer meint, grundlos »Jesus« im Stagename führen zu müssen, sammelt bei mir keine Bonuspunke. Die Musik reißt es dann auch nicht wieder raus. Da ist sie ja: die schon erwartete dunkle, uninspirierte Gothic-Soße. Alles in diesem Song hängt an der Stimme der Künsterlin, aber gerade zum Ende, wo sie versucht, noch etwas Spannung aufzubauen, erreicht sie ihr stimmliches Limit und trifft die Töne haarscharf daneben (so um Minute 3 herum). Also: eine Tüte Mitleid for this Wristcutter’s Lullaby.

0,5 Punkte

:play: Sterne – Fickt das System (von Postpunk)

Auf diesen Track hab ich mich gefreut. Ein klassischer Sterne-Song, der Titeltrack von ihrer ersten EP und damit die erste Veröffentlichung nach der Fast-Weltweit-Zeit und mit dem Hamburger Lineup. Mittlerweile haben sie sich ja neuen musikalischen Ufern zugewandt. Frank Spilker ist für mich einer der großen deutschen Sprachbeherrscher. Kaum ein Sterne-Song, aus dem man nicht etliche Phrasen fürs Weiterdreschen in allen Lebenslagen ernten könnte. Das Sloganhafte in der sog. Hamburger Schule wird ja gerne Tocotronic zugeschrieben, aber Spilker beherrscht das in Song- und Albumlänge, nicht nur in der Titelzeile, die hier ja auch ziemlich in die Irre führt. Eben kein Politsong. Sondern eher über persönliches Unvermögen und Ziellosigkeit: Die letzten drei Hirnzellen in Reihe geschaltet und Sinn produziert: ich konnte das immer, jetzt nicht mehr. Manchmal ist zugedröhnt besser als nichts. Du kannst ficken wen Du willst – was willst Du denn?
Bei dem Gitarrenriff frag ich mich immer wieder, ob die das vll. irgendwoher geklaut haben oder nicht, aber es ist funky und Spilker ist gesangstechnisch dichter am HipHop als bei Indierock. Das Video ist grottig, aber kult. Mir persönlich gefällt die (spätere) Westwerk-Version besser. Lange Rede, ihr ahnt, wo die Reise hingeht, auch wenn es nicht der beste Sterne-Song ist:

5 Punkte

:play: A Fine Frenzy – Almost Lover (von Khitos)

Nett. Vielleicht sogar schön. Hat eine gewisse Tiefe, wirkt nicht platt. Leider grad nicht in der passenden Stimmung, also gebe ich präventiv einen halben Punkte mehr.

3 Punkte

Durchschnitt:  3,0 – gar nicht mal so schlecht. Mit den Bonustracks gehts nach dem Klick weiter…

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Das hätt ich nie von dir gedacht...Das hätt ich nie von dir gedacht…

Bernd Begemann und Dirk Darmstaedter (!) treten bei Raab’s Bundesvision Songcontest (!!) für Niedersachsen (!!!) an. Mit einer alten Freddy-Quinn-B-Seite! WTF?!

Besser vielleicht die Nachricht, dass beide zusammen auch ein neues Album aufgenommen haben, das am 1. Oktober bekommbar sein wird. Clevererweise heißt das Album wie der Beitrag zum Contest: »So geht das jede Nacht«.

Mitschnitt vom Auftritt, mit reichlich Gelaber, auch bei Pro7 – außerdem das dazugehörige Interview.

Einsamkeit in GROSSEN StädtenEinsamkeit in GROSSEN Städten

Es gibt diese kleinen Popmythen, die einfach alle paar Jahre wieder ausgegraben und erzählt werden müssen, zumindest solange die Protagonisten noch irgendeine Art von Gegenwartsrelevanz haben.

Bei Rock Fucker Rock rührt jemand in der Ursuppe der Hamburger Diskurs-Pop-Schule namens »Fast Weltweit« (via). Entlockt nebenbei dem Moloch Youtube einen sehr schönen Song dieser Zeit: »Große Städte, flaches Land« von den Bienenjägern, wo ein junger Jochen Distelmeyer am Mikrofon steht und singt.

Eine Pampa-Hymne und vom Ende her gesehen fast ein FW-Themesong…

Der zweite Teil soll sich mit Michael Girkes »Jetzt!« beschäftigen. Ich harre in freudiger Erwartung…

Wie schön, dass das alles hier so echt istWie schön, dass das alles hier so echt ist

Nun wollte ich die Schreibpause mit dem Schlachtruf »Endlich Remix!« beenden und sehe grad, dass ein seit wenigen Stunden als Novität verkauftes Stück Musik (und zwar gar kein schlechtes) schon seit nem halben Jahr kostenlos und legal im Netz schwimmt.

Die Sterne taten gestern per Newsletter kund, dass die neue Single »Gib mir die Kraft« raus ist. Neben einem stark eingedampften Radio Edit (von 4:23 auf 2:37 – wow!) und der Album Version wähnte ich mein Bitten und Hoffen auf schöne Remixe zu »24/7« erhört: Frittenbude haben »Nach Fest kommt Lose« in ähnlicher Manier de- und rekonstruiert, die auch schon Kettcars »Graceland« sehr gut tat – und das findet sich jetzt auf der virtuellen B-Seite. Das »Nach Fest Kommt Fest Frittenbude Remix« ist aber schon seit November für lau zu haben, unter anderem bei on3 oder auf soundcloud. Irgendwie hab ich das damals nicht mitbekommen… Jetzt hab ich halt vor allem für diesen Track die mp3-Single gekauft. Naja, zu verkraften.

Ausgerechnet »Gib mir die Kraft« auszukoppeln ist im Anbetracht der anderen großen Songs auf dem Langspieler schon schräg, aber mit dem Ultrakurz-Kraftmix  gewinnt er deutlich. Still waiting for the Remix-Album…

Und bei der Gelegenheit gleich die anderen Hamburger angehängt: bei den Amazonen sind grad Grand Hotel van Cleef-Aktionstage. weiterlesen…