Es stand ein ziemlich langer Beitrag ins Haus. Wie üblich hatte ich vor, die Tonträger-Neuerwerbungen der letzten Zeit in Bild und ein wenig Text in einen Beitrag zu packen. War aber ein bisschen viel für einen Post, nun also scheibchenweise.
Townsend Records ist ein interessanter Laden. Ein relativ unübersichtlicher Webshop mit Sitz somewhere in Great Britan. Offizieller Online Store für diverse Künstler (spontan fallen mir Moby und Stephen Duffy ein). Wenn man bestellt, kann sich nie sicher sein, wann was eintrudelt. Bestellte Artikel sind manchmal nicht lieferbar und werden gleich gecanceled – oder aber man wartet ewig. Von zwei Bestellungen aus dem April sind immer einige Posten noch nicht versendet, unter anderem die Kraftwerk-Box auf Englisch. Die wäre bei Amazon z.B. 25 Euro teurer gewesen. Dafür am nächsten Tag da. Ich vermute ja, die warten immer die günstigsten Wechselkurse ab, bevor sie was verschicken
Das erste 1000 Robota-Album war konkurrenzlos günstig. Man erinnert sich, dass die drei Hamburger Jungs vor zwei Jahren mal ganz Big am Kanal waren, offenbar sind davon noch Überbestände abzubauen. Deren zweites Album steht übrigens grad in den Startlöchern. Lloyd Cole, dessen Backkatalog ich mir momentan häppchenweise zusammenkaufe, ist teilweise auch zu netten Preisen zu haben.
Insbesondere typisch britische Künstler sind jenseits des Kanals teilweise erheblich preiswerter zu bekommen als hier. In diesem Fall: Gloria Cycles oder die New-Order-Nachfolgeband Bad Lieutenant. Moby‘s Remix-CD gab es hier als Powerpack mit Bonus-CDs, die sich dann aber als 3 Promo-Single-CDs herausstellten, die musikalisch wenig Neues enthielten. Schade.
Alien Sex Fiend ist eine Erinnerung an lustige Abende in Behringen, damals in den 90ern. Sample my Sausage oder Hurricane Fighter Plane, der Trip to the Moon und einige andere schräge Ohrwürmer hatte CJ sowieso nur auf Vinyl und ich war letztens in Retro-Kauflaune. Wenn Townsend mal liefert, folgt auch noch eine 12″-Compilation. Delirious? ist so ziemlich das Gegenteil: eine der bekanntesten Worship-Bands der letzten Jahre hat Ende 2009 ihr letztes Konzert gespielt und es auf CD gepresst. Über das Alan-Wilder-Projekt Recoil hab ich schon mal hier Worte verloren. Die Compilation »Selected« mit der Bonus-CD »Remixed« gabs zum Knüllerpreis. Hat allerdings über 4 Wochen gedauert, bis sie im Briefkasten lag.
Neben der Kraftwerk-Reissue-Box warte ich dummerweise auch noch auf »Heligoland« von Massive Attack. Hätte gerne mal reingehört, bevor ich sie nächstes Wochenende live sehe. Wird wohl nix. Dafür ein weiteres Teil, was man hierzulande eher schwer bekommt: Das Debütalbum der britischen Prog/Folkrock-Formation Iona sowie ein Charity-Sampler »Songs for Luca« aus dem Umfeld der Band. Einfach nur aus der Grabbelkiste eine lokalen Plattendealers mitgenommen: John Watt‘s »It has to be« (damit die Zeile voll wird). Leider nur 2-4 Songs, die wirklich herausstechen. Davon einer übers Landleben in Friesland. Nix mehr mit »Luton to Lisbon« :)













