… bzw. er war es. Letzte Woche hat’s meinen Rechner zerlegt – und hier sehen wir die mutmaßliche Ursache. Wobei total unklar ist, was den Lüfter auf der Southbridge so ruiniert hat. Eigentlich hatte ich nur eine Festplatte auswechseln wollen…
Etwas exzentrisch, der Gute...
Nachdem ich nen halben Freitag durch Soltau und Teile von Hamburg gedüst bin und bei den einschlägigen Elektrofachgeschäften und Mülldia-Märkten nichts fand, dass zu meinem Bedarf, Vorstellungen und Geldbeutel passen wollte, überredete mich der freundliche Verkäufer im hiesigen Expert dazu, dass zu machen, was ich aus Zeitgründen eigentlich dieses mal nicht machen wollte: selberbasteln. Er hatte ein relativ frisches Gigabyte Mainboard da (jede Menge Schnickschnack, USB 3.0, SATA6GB…), einen Phenom II mit 6 Kernen, ausreichend RAM und eine Radeon 5770 GraKa. Das kam meiner Wunschkonfiguration schon ziemlich nahe (flottes AMD/ATI-System), hat sich (nachdem es erstmal lief) als fast optimale Konfiguration herausgestellt. Was umso bemerkenswerter ist, als ich mich sonst vor Hardwarekäufen meistens intensiv vorbereite und tagelang Tests und Bewertungen lese, bevor ich mich zum Kauf durchringe. Das ganze hab ich mir notgedrungen dieses Mal gespart und bin nur mit einer sehr groben Ahnung, was den momentan überhaupt State of the Art ist, in den Shoppingkampf aufgebrochen.
Allerdings böse Stolperfalle: Das ungepatchte BIOS vom Mainboard versteht sich mit dem 6-Kern-Phenom nicht. weiterlesen…
Es gibt diese kleinen Popmythen, die einfach alle paar Jahre wieder ausgegraben und erzählt werden müssen, zumindest solange die Protagonisten noch irgendeine Art von Gegenwartsrelevanz haben.
Bei Rock Fucker Rock rührt jemand in der Ursuppe der Hamburger Diskurs-Pop-Schule namens »Fast Weltweit« (via). Entlockt nebenbei dem Moloch Youtube einen sehr schönen Song dieser Zeit: »Große Städte, flaches Land« von den Bienenjägern, wo ein junger Jochen Distelmeyer am Mikrofon steht und singt.
Eine Pampa-Hymne und vom Ende her gesehen fast ein FW-Themesong…
Der zweite Teil soll sich mit Michael Girkes »Jetzt!« beschäftigen. Ich harre in freudiger Erwartung…
Passend zum neuen Album die neue Single. »Live in Quiz« erscheint lt. Amazon am 5. März – leider dort noch ohne Tracklisting; ich hoffe auf Remixe ^^. Auch bei »Depressionen aus der Hölle« könnte ich mir das gut vorstellen… großartiger Song. Drei Singles aus einem Sterne-Album gab es allerdings schon sehr lange nicht mehr. Andererseits: zum aktuellen Konzept würde ein Remix-Album gut passen, und sei es nur als Download. Themenläden Reloaded.
[Update]
1. Die »Single« gibts nur als download, jedenfalls bisher. Schade. Nix mit Remix, nur ein »Radio Edit«. Wundere mich, warum Amazon so tut, als gäb’s ne CD.
2. In diesen Post schlagen täglich diverse Lyric-Gesuche via Google ein. Tatsächlich kommt man bei gängigen Suchbegriffen auf Gut Glück hierher. Ich tu mal so, als wär dieses Blog servicefreundlich und zielgruppenkompatibel. Convenience Shop sozusagen Songtext nach dem Klick. weiterlesen…
Ok, der dritte Sterne-related Post in Folge. Reicht dann auch erstmal. Frank Spilker arbeitet sich im taz-Popblog Monarchie & Alltag durch Christian Ihle’s Musik-Fragebogen.
Bei der hinterlistigen Frage »Tocotronic oder Blumfeld – und warum?« wird die Klippe zunächst geschickt umschifft, um im letzten Satz dann doch den ehemaligen Labelgenossen zu versenken:
Die Frage ist soo neunziger. Aber selbst dann hätte ich gesagt: Ich finde es bei beiden Bands toll, das sie sich in einen internationalen Bezugsrahmen setzen anstatt etwas originär hamburgisches oder deutsches kreiren zu wollen. Tocotronic waren eher Grunge und Blumfeld Sonic Youth oder My bloody Valentine. Mit der Illusion man könnte auch international Erfolg haben ist aber im Laufe der Zeit bei beiden Bands auch dieses In-Bezug-setzten verloren gegangen. Schade. Aus heutiger Perspektive würde ich sagen: Lieber Sondre Lerche als Jochen Distelmeyer.
Ob man da eine Spitze herauslesen kann?
Mir allerdings sagte bis eben grad Sondre Lerche gar nix. Noch so ein hörenswerter Norweger…
Donnerstag abend spielte Shaun Bartlett im Hamburger Knust als Support vor Minor Majority. Solo, nur mit der Gitarre (und für einen Song mit dem Piano von MM) bewaffnet. Sympathischer Mensch mit Standup-Qualitäten und einigen schönen Songs im Gepäck. Ich konnte nicht gehen ohne seine aktuelle CD vom Merchtisch mitzunehmen.
Zu meinem persönlichen Entsetzen ist mir aufgefallen, dass der Mann sich von Konserve hin und wieder gefährlich nach Jack Johnson anhört. Nun kann ich aus gutem Grund über Jack Johnson nicht viel sagen: ich mag ihn nicht. Zu entspannt, zu entrückt, zu viel Sonne aufs Hirn. »Jack Johnson gilt als der Inbegriff von Freude, Sonne, Sommer, Strand und unbekümmerten Surferfeeling.« las ich grad. Grundsätzlich schon ok, verströmt aber als Grundhaltung biedermeierliches Narkotikum, dass ich nur schwer ertragen kann, da würd ich doch gerne mal ein Streichholz an die Strandhütte legen.
Shaun Bartlett kommt nicht von Hawaii, sondern ist ein in Bahrain und Norwegen aufgewachsener Brite, der Solo sehr chilligen lofi-Pop macht, im Gegensatz zu dem härteren Output seiner früheren Band Yelp. Er fröhnt Outdoor-Freuden (Kilimandscharo-Tour!), hat zwei Soundtracks für Basejump-Filme beigesteuert und ein paar Songs für den Film »Das Orangenmädchen«. Ansonsten hab ich nicht so viel über ihn im Netz gefunden, selbst die Bio auf der Seite seines Labels ist nicht so ganz up to date.
Das aktuelle Album »Shrink the city to a light« ist bei den Amazonen nur als mp3 erhältlich und (leider nicht ganz preiswert) bei CDON. Reinhören in »Secret Mission« und »Miles from the City Lights«.
Tocotronic haben den Sloganizer wieder angeworfen und an einem neuen Album gebastelt, das am 22. Januar als »Schall und Wahn« in die Läden kommen soll. Die Promomaschine läuft sich schon mal warm und gebärt die erste Singe, die ab 8. Januar laufen lernt. Der Kopf schaut schon raus: das Video zu »Mach es nicht selbst«. Brennende Obi-Biber (oder sind’s Hornbach-Hamster?) inklusive.
An diesen Rat halten sich Die Sterne nicht: das neue, eigene, selbstgebaute »Materie« Label soll in Zusammenarbeit mit Rough Trade spätestens Ende Februar den neuen Langspieler »24/7« rauswerfen. Die Record Release Party in Hamburg ist zumindest für den 26.02.2010 anberaumt, einige Live-Gigs im Januar, Februar und Tour dann im April.
In Hamburg ist nach Polizeiangaben ein 37-jähriger Schwarzer bei einem rassistischen Angriff verletzt worden. Der unbekannte Täter hatte an einer roten Ampel einen NPD-Aufkleber an dem Auto des Schwarzen befestigt. Als der 37-Jährige den NPD-Anhänger zur Rede stellen wollte, schlug dieser zu. Zunächst meldete die Polizei, das Opfer habe Schwellungen im Gesicht erlitten und sei lediglich ambulant behandelt worden. Später hieß es dann, der 37-Jährige musste mit dem Verdacht auf Hirnblutungen in ein Krankenhaus eingeliefert und dort notoperiert werden; Lebensgefahr bestehe “zurzeit” nicht.
(…)
Die Polizei sucht dringend nach Zeugen, die unter der Nummer 040 – 428656789 melden können.
Als ich das letzte mal geguckt hab, waren noch keine Termine da. Nun aber: meine aktuellen Lieblingsnorweger von Minor Majority kommen im Februar 2010 für einige Termine nach Deutschland.
Jetzt muß ich mich eigentlich nur noch entscheiden, ob Hamburg oder Bremen. Vermutlich wird’s auf HH hinauslaufen, liegt einfach günstiger. Montag gleich mal den eventim-Ausdrucker in der Heideblüten-City überfallen und Ticket gönnen. Wer kommt mit?
Dazu passend: eine »Lavomatik Session« mit MM’s Pål Angelskår. Das Konzept scheint zu sein, einen Künstler zu einer Akustik-Session in einen Pariser Waschsalon zu locken. Leider verliert der Song in der Ein-Mann-Version etwas gegenüber der Albumaufnahme. Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass »Either Way I Think You Know« ein ganz großartiges Album ist? Bin versucht zu sagen: besser als »Up for you & I«.
»And when you’re back on solid ground
you miss the fear of falling down.
There are things I though I couldn’t lose
that have no value to me now.«
Das liegt vermutlich ganz scharf zwischen »das ist aber süß (und total authentisch)« und WTF?/OMG! Heike Makatsch hat ein Album »Die schönsten Kinderlieder« aufgenommen. Mit DerHundMarie. Erstaunlich in der Tracklist: »Die Gedanken sind frei« – eindeutig kein Kinderkram. Bitte ganz vielen Kindern in die Wiege legen, egal ob von Frau Makatsch oder nicht.
Die Amazonen lassen dazu Verblüffendes wissen, und zwar an erster Stelle:
»Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch:
Kettcar – Live auf Kampnagel 5:43 A.M.«
Die Doppel-DVD eines vermutlich grandiosen »Sonnenaufgangskonzerts« mit Streichorchester erscheint übrigens am kommenden Freitag. Der GHvC-Shop nimmt Bestellungen entgegen.
hallo echo…