fotoflut

Chicago Radio @ HABC 2010Never Ending @ HABC 2011Anti-Atom-Demo in Berlin 2010Noxious @ MYA2009

quartalsplatten

der frühe vogel…

everything is under control…

Ok, dieses Teil scheppert bei mir gleich an mehreren Rasseln gleichzeitg: Joy Division, afrikanische Musik, hörbaren House und interessante Videos. Und weil das so ist, poste ich es, obwohl es schon bei Nerdcore und anderswo zu sehen war*: Spoek Mathambo mit »Control«.

Laut Promotext ist »Control« bereits das vierte Video zu Spoek Mathambo’s Debütalbum »Mshini Wam«. Ein »darkwave township house cover« des Joy Division Klassikers »She’s Lost Control«. Im Original geht es eigentlich um Epilepsie, das Cover bedient aber keine der mir bekannten curtis’schen Textvarianten, sondern nuschelt etwas anderes in die Effektschleifen. Der Clip ist as schwarzweiß as s/w can be und entstand mit dem südafrikanischen Fotografen Pieter Hugo und Filmemacher Michael Cleary, starring Kids aus der Nachbarschaft:

It explores the world of township cults, street preaches and teen gangs and was shot on location in a squatted train boarding house in Langa, Cape Town. The cast is mainly made up of the neighborhood kids who run their own dance troop, Happy Feet.

Ich hau gleich noch den Soundcloud-Player mit dem restlichen Album sowie den Hinweis dazu, dass man das Album auch käuflich z.B. bei den Amazonen erwerben kann (was ich gerade getan habe).

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There’s always something left to remind him…

Kategorie »vergessene Jahrestage« oder auch »Blogaktionen, die ich grundlos verpennt habe«…

Wie ich vorhin erst las, gedachte man schon am 25. Oktober dem legendären Radiomoderator, DJ und Bandentdecker John Peel, aber da musste ich ja unbedingt über den Grabstein von Tony Wilson schreiben, ebenfalls eine Musiklegende. Passt irgendwie, weil im weiteren zwei Bands auftauchen, die mit Wilson untrennbar verbunden sind: Joy Division und New Order.

John Peel, den Spätgeborenen (*auanichthauen*) muß man das vielleicht sagen, hatte bei der BBC über Jahrzehnte eine Radioshow, für die er Bands (meist Newcomer) ins Studio holte und sie unter live-Bedingungen aufnahm. So entstanden die »Peel Sessions«, in denen manche Bands ungeschliffener, natürlicher und manchmal einfach besser rüberkamen als auf ihren eigenen Studio-Aufnahmen. Über 4000 Sessions von ca. 2000 Bands von 1967 bis 2004. Der Mann hatte ein Händchen für gute Musik: viele Gruppen verdanken ihm den Durchbruch, wurden durch seine Sendung erst einem größerem Publikum bekannt.

#keepingitpeel forderte auf, zum Gedenken an John Peel doch mal seine eigene Lieblings-Peel-Session zu posten.  Obwohl ich gar nicht so viele Sessions in meiner Sammlung hab: schwer, das auf einen Track zu reduzieren.

Platz 1: New Order mit »5-8-6«

Der Song ist so etwas wie die Blaupause für »Blue Monday«. Die Peel-Version so viel besser als die vom Album »Power, Corruption & Lies«. Viel gehört und IIRC die erste Peel-Session, die ich mir jemals als klassische 4-Track-CD gekauft habe.

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even though I just had woken upeven though I just had woken up

Ein Song, der so unglaublich nach Yazoo klingt, dass man meint, Vince und Alison hätten nach ihrer Reunion-Tour wieder neues Material draussen.

Eine Alison Moyet am Mikrofon, die stellenweise so akut nach Andy Bell klingt, dass es auch ein verschollenes Erasure-Frühwerk sein könnte.

Ist es aber nicht.

Es ist My Robot Friend – und es ist ziemlich großes Tennis:
Waiting – Solvent Remix (feat. Alison Moyet) by myrobotfriend

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vielleicht vielversprechende Versuche, vertonte Verwandschaften zu visualisieren

Es hätte ein schönes Spielzeug für Musikliebhaber wie mich sein können: die Tuneglue musicmap. Eine kleine, flashige Anwendung, von der es heißt, man gäbe einen Bandnamen bzw. Interpreten ein und schon könne man sich per Maus durch ein Netzwerk von musikalischen Einflüssen und Verwandschaften klicken und den eigenen Horizont musikalischer Zusammenhänge im Pop-Kosmos erweitern.

Tuneglue sieht nett aus, spinnt seine Netze aber scheinbar willkürlich. Keine Direktverbindung: von Electronic zu The Smiths gehts nur über zwei Ecken.

Als ich vorhin davon lass, ist mir spontan Music Map des Hamburger Marek Gibney wieder eingefallen, das auch tatsächlich noch up&running ist. Bei meiner Erstbegegnung vor ein paar Jahren hab ich es mal intensiv gefüttert – und dann vergessen. Music Map sammelt seine Infos relativ umständlich durch händische Eingaben musikbegeisterter User und einem anschließenden Frage-Antwort-Spiel. Trotz des etwas beliebig wirkenden Vorgehens kommen am Ende oft schlüssige (wenn auch optitsch simple) Ausgaben mit vielen »benachbarten« Bands dabei raus, von denen manche auch tatsächlich sowohl musikalisch als auch auf anderen Ebenen in einem Zusammenhang stehen.   weiterlesen…