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quartalsplatten

to find another wayto find another way

Two Door Cinema Club haben ein Album auf dem Markt, aus dem sie guten Gewissens fast jeden Song als Single auskoppeln können (und es AFAIK mit drei Songs auch schon gemacht haben).

Jetzt Nummer vier: »Come Back Home«.

Bemerkenswertes Video, dass mich doch leicht an »Lola rennt« erinnert.

BTW: Auf dem Hurricane Festival haben die drei (plus Verstärkung durch Drummer) das gut gefüllte Zelt ordentlich abgehen lassen. Leider mit deutlich hörbarem Maschineneinsatz, dadurch verdammt nah an der CD, aber mit einer Menge Spielfreude. Sogar bei der B-Seite »Costume Party« mitsingendes Publikum – hat man auch nicht so häufig. Könnte auch daran liegen, dass der Song als Download verfügbar war. Nach Labrassbanda (die ich leider nur 2 Songs lang sehen konnte) eindeutig die für mich beste Band des Wochenendes, noch vor Massive Attack und Faithless.

(via)

Hurricane Fighter Plan

Seit knapp zwei Tagen ist der vorläufige Zeitplan vom Hurricane Festival online, für das ich seit Januar hier Tickets liegen hab. Insgesamt scheint es ein vom Lineup her durchwachsenes Festival zu werden: die großen Highlights sind dünn gesät und auch das Mittelfeld hat nun nicht sooo viele Brüller zu bieten. Vorteil: es zerreißt einen nicht ganz so zwischen den Bühnen.

Eine letzte Bestätigungswelle fehlt wohl noch, aber die Lücken im Plan sind sehr übersichtlich. Mein persönlicher Timetable sieht dann vermutlich so aus:

Freitag – 18. Juni
15:30 - 16:20 Biffy Clyro BLUE opt
16:50 - 17:30 Frank Turner BLUE opt
18:30 - 19:15 Moneybrother RED
19:45 - 20:45 Madsen GREEN
23:00 - 00:30 Beatsteaks GREEN

Die Beatsteaks hätte ich vor 2 Jahren schonmal sehen können, hab mich aber dann für den zeitgleich spielenen Jan Delay entschieden, was die bessere Option war. Madsen hatte ich im selben Jahr zweimal, aber aller guten Dinge sind bekanntlich drei. Biffy Clyro hätten mein perfekter Soundtrack für 2008 sein können, hätte ich sie da schon gekannt.

Samstag – 19. Juni
13:30 - 14:15 We Are Scientists BLUE opt
17:30 - 18:30 Element Of Crime BLUE
19:30 - 20:15 Two Door Cinema Club RED
21:00 - 22:15 Frittenbude WHITE
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Stützungskäufe #3Stützungskäufe #3

Ist es noch die Musikindustrie, die leidet, oder nicht viel mehr mein Geldbeutel und die Fähigkeit, mir alles anzuhören, was ich Interessantes kaufe? Hmmm…

Wieder mal etwa sechs Wochen nach dem letzten Beitrag dieser Art folgt eine Auflistung der Tonträger, die in physikalischer oder Download-Form den Weg zu mir gefunden haben.

Tante EMI hat mittlerweile quasi den gesammelten Backkatalog des Sumner/Marr-Projektes Electronic zum digitalen Erwerb freigegeben und ich hab somit die gröbsten Lücken um das nicht sooo überzeugende Album »Raise the Pressure« geschlossen. Ich glaub, zu Two Door Cinema Club hatte ich schon was geschrieben. Eine der GitarrenPop-Perlen des Jahres. Ihr kostenlos ladbares Remix von Lasso hat mich endlich mal mit der Nase auf Phoenix gestoßen. Chumbawamba haben ebenfalls ein neues Album draussen, das gar nicht mal so übel ist, aber nicht mehr viel mit Tubthumbing zu tun hat. Allein für den Titel »Torturing James Hetfield« muß man sie gerne haben :)  Die neue Fehlfarben ist ultrakurz, nach dem ersten Hören aber ihr Geld wert. LaBrassBanda haben nochmal einen eigenen Beitrag verdient, ebenso The Farm. Moby ist ziemlich geschäftstüchtig und schafft es, selbst mir mit seinem sehr lauen letzten »Wait for me« zweimal Geld aus der Tasche zu ziehen: die »deluxe edition« hat als Bonus das Album in einer (wirklich guten) »Ambient-Version« und außerdem eine DVD mit 2009er Live-Takes u.a. vom Hurricane Festival. Das selbe wird er demnächst wieder tun, denn ein Remix-Album ist für Mai angekündigt. Rainald Grebe gabs endlich mal zu einem akzeptablen Download-Preis. Sondre Lerche war schon mal kurz Thema und bei townsend records in den uk gabs ihn auch zu einem guten Preis, ebenso wie manches aus dem Werk von Lloyd Cole oder die Solo-Scheibe von Tim Booth, der mittlerweile wieder für James singt. Die nächste CD-Bestellung sollte demnächst über den Kanal rollen, von daher wirds höchte Zeit für das hier…

If you find yourself in hell… KEEP RUNNING! – Hörsturz Runde 18

Für jene, die es nicht kennen: der Hörsturz ist ein von Beety organisierter Songcontest, bei dem alle zwei Wochen fünf Lieder ausgelost und von teilnehmenden Bloggern nach Lust und Laune kommentiert und von 0 bis 5 Punkten bewertet werden. Ich bin vor einigen Monaten zufällig nach einer Cover-Blogparade dazugestoßen.

Zu meinem Entzücken hat es mein Vorschlag für die seit gestern laufende Runde 18 in die Hauptauswahl geschafft. Ich bin mal gespannt, ob ich mit mit bairischer Blasmusik bessere Chancen habe als mit den Songs der vergangenen Runden. Andere Hörsturz-Meinungen ziehe ich mir immer erst rein, nachdem ich meinen Beitrag niedergeschrieben habe, entsprechend hoch ist meine Motivation, meine Bewertungen zügig fertig zu haben.

Ein weiteres selbstaufgelegtes Gelübde: ich will mir die Videos (oder whatever in den Youtube-Clips zu sehen ist) zu den Songs erst anschauen, nachdem ich den Song zumindest einmal »pur« gehört habe. Mir ist aufgefallen, wie schnell ich einen Song schon aufgrund des optischen Beiwerkes in eine Schublade vorsortiere. Oft gehört er da auch hin, aber zunächst gehts ja um die Musik und den Song in itself. Der gute Vorsatz für diese und weitere Runden: den Clip erstmal ignorieren – und während der Song läuft, nicht schon Hintergrundinfos googeln.

Als Textfresser-Sonderdisziplin hau ich den Blick auf die Lyrics oben drauf – und damit die Frage, ob ein Song etwas sagen möchte, etwas mitzuteilen oder eine halbwegs gute Geschichte zu erzählen hat. Ist manchmal etwas schwierig, nicht nur bei Instrumentals, sondern wenn Sänger ihre Worte dahinnuscheln und kein Songtext verfügbar ist.

So, genug der Vorrede. Auf geht’s Buam, die Musi kommt…
:play: LaBrassBanda – Autobahn (von dehkah)

Ein Liedchen, das ich auch erst seit drei Wochen kenne. Wieso ich Volkmusikfeind jetzt mit Blasmusik ankomme ist vll. besser Stoff für einen separaten Beitrag. Die Einstiegsdroge war das Instrumental »Brassbanda«, dass es bei den Amazonen als kostenlosen Promotrack gibt, kürzlich hab ich mir dann das ganze Album »Habedieehre« zugelegt, auf dem auch »Autobahn« ist.

Die Umtata-Tuba macht Tempo für ein Liedchen, dass uns in breiten Bayrisch von zwei tragischen Verlusten erzählt: der Protagonist verliert zunächst seinen Job und erwischt dann seine Herzensdame mit dem Nachbarn: »a da wer i dann oiso nimmer braucht«. Also ins Auto, nix wie weg, über den Brenner, dabei die Woche Revue passieren lassen, ab zum Gardasee, wo das ganze Drama seinen Anfang nahm:

»so a woch, werds ihr jetz song, de is ned so furchtbar lang
vui passiern werd da scho ned. i sag: doch«

Auf deutsch: »So eine Woche, werdet ihr jetzt sagen, die ist nicht so furchtbar lang, viel passieren wird da schon nicht. Ich sag: doch!«

Nur Vocals und diverse Gebläse sind am Wirken und der Song ist schon fast halb rum, bis mit Schlagzeug und E-Bass die Non-Brass-Abteilung der Band einsetzt – nach einer kleinen instrumentalen Bridge um 1:20, die man einfach mal auf einer Überlandfahrt im Auto mit entsprechender Lautstärke genießen muß. Großartig. Gänsehaut.

Bei LaBrassBanda spielen fünf junge, studierte Musiker, deren Vorsatz es ist, bayrische Musik nicht in den Bierzelten versauern zu lassen. Die Art und Weise, wie sie das machen, hat sie in meine Heavy Rotation gebracht. Hier und da hört man Vorwissen aus dem Bereich Jazz und lateinamerianischer Musik durch, gängige Labels für ihr Gebräu sind Alpen-Techno und BalkanBrass-Beat, was aber eher in die Irre führt. Im Juni spielen sie auf dem Hurricane in Scheeßel… *vorfreu*

5,0 Gebläse für Fahrtwind im Wohnzimmer

:play: Gloria Cycles – Chancer (von JuliaL49)

Erste spontane Asso-Schublade: Franz Ferdinand, Mando Diao. Markante Gitarren, hoher Textanteil, treibender Takt, eine Prise TexMex-Flair im Heulen der Saiten. Ich tippe trotzdem mal auf britische Wurzeln. Schön und gut, soweit.

Das Video kommt als Trash-Horror-Schocker daher und erzählt uns von ein paar ganz normalen Leuten am Abgrund des – harharharrrr – Todes: twelve steps to hell! Yeah! Ganz großes Tennis. Leider keine Lyrics aufzutreiben.

Selbstaussage der Band: »We don’t take ourselves – or anything else – too seriously. We’ll happily dress up as Mexicans and Cowboys and stick it on Youtube, and we sing about everything from space to saunas.« Sehr sympathische Truppe und ich danke Julia schon mal präventiv (falls mir mehr von dieser Band gefallen sollte) für diesen Vorschlag.

BTW: Gloria Cycles fanden in Brighton, UK zusammen. Treffer. :) Da sie kürzlich auf dem SXSW2010 Festival spielten, gibt es sogar ein legales Download-Häppchen von ihnen im Netz: Gloria Cycles – Chancer (mp3).

4,0 »bitte mehr davon« Punkte

:play: Entertainment For The Braindead – Relapse (von beetFreeQ)

Das fängt schon mal nett und zurückhaltend an: banjolike Gezupfe, leise tröpfelndes Piano, Vocals etwas wie Tori Amos bei Sonnenschein, leiert leicht dahin wie ein Spieluhrliedchen. Kommt zügig an den Punkt, an dem es etwas langatmig werden könnte, aber im Prinzip ist dieses lofi-Geplänkel sehr sympathisch. Leider vermatschen die Vocals dermaßen, dass nur schwer möglich ist, etwas zu vom Text zu erhören. Draussen fällt der Schnee, der Wind rüttelt am Fenster, die Freunde klopfen an und fragen »was machste denn heute«…

»I don’t dare leaving the house tonight.
I don’t care what you say, I’ll will stay inside.
I’ll don’t dare leaving the house this week.
I don’t care what you offer – it’s not what I seek.«

Vieleicht eher ein Retreat in die sicheren vier Wände als ein Relapse? Es sei denn die gute Frau wär schwer soziophob veranlagt, was ich nach der letzten Strophe nicht ganz ausschließen mag. Gut, in diesem Jahr lag auch im Rheinland länger Schnee als sonst, aber nen Jahr in der Bude hocken ist dann doch etwas übertrieben.   weiterlesen…