fotoflut

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quartalsplatten

der frühe vogel…

if it’s in a glass you’ll drink it

Eine CD-Lieferung aus UK spülte mir heute abend recht preiswert eine CD in die Finger, die zu den UK-Top10-Alben des Jahres 1991 gehört: »30 Something« von Carter The Unstoppable Sex Machine, gerne auch zu Carter USM verkürzt. Eine Mischung aus billigen Drumloops, Keys und Samples, Punk-Gitarren und einer Menge Wut im Bauch – als hätte man die frühen Pet Shop Boys mit The Clash zu einer Homerecording-Session in einem heruntergekommenen Londoner Stadtteil festgesetzt und Alien Sex Fiend für ne halbe Stunde zum Tee eingeladen. Im Kontext des aktuellen Elektro-Revivals sind sie vielleicht eine kleine Wiederentdeckung wert.

»Anyplace Anytime Anywhere« hat glücklicherweise nichts mit Nena zu tun. Eher mit einer Menge Alkohol und wie man ihn als Unterschichts-Brite zielgerichtet einsetzt, um sich gezielt der trostlosen Wirklichkeit zu entziehen: »Anyplace, anytime, anywhere there’s a wonderful world you can share«, egal ob mit Selbstgebrautem, Southern Comfort oder Mundwasser.

The tequilla sun is rising
and the Harvey’s Bristol moon is sinking
Put the Binatone on snooze
open up some Special Brews
and start drinking

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London Killer Fog, 1952

In Hannover streitet man sich ja derzeit wieder um den Sinn und Unsinn von Umweltzonen und Feinstaubbelastung in den Innenstädten. Sei ja alles gar nicht so schlimm, kostet nur Geld und überhaupt…

Wie tödlich Luftverschmutzung sein kann, dröselt Christian Reinboth in einem Bericht über den »Killer Fog« auf, der in 1952 in London 12.000 Menschenleben innerhalb weniger Tage kostete – fast halb so viele wie während der Luftangriffe des Zweiten Weltkrieges. Eine fast vergessene Katastrophe:

Zwischen dem 5. und dem 9. Dezember des Jahres 1952 hing ein Nebel über London, der so dicht war, dass er 4.000 Menschen das Leben kostete. Weitere 8.000 Einwohner der Stadt starben an den Spätfolgen, nachdem sich der Smog wieder verzogen hatte.

Dies ist die Geschichte einer der schlimmsten Umweltkatastrophen, die sich in Europa je ereignet haben. Obwohl dabei tausende Menschen ihr Leben ließen, weiß heute kaum noch jemand etwas über den „Great Smog of London”. Die Katastrophe wurde verharmlost, verschwiegen, beschönigt und sogar romantisiert.