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Schmutzige Schokolade

Montag, 6. Dezember 2010 · 14:15 Uhr @ Phoenix

Jeder Deutsche ißt so knapp 11 Kilo Schokolade im Jahr. Wenn ich meinen Bedarf so hochrechne, dann glaub ich das gerne.

Die meiste Schokolade in unseren Läden ist nicht »fair gehandelt« oder wenigstens »bio«. Viel kommt aus Plantagen, in denen Kinderarbeit und schlimmeres die Regel ist. Der dänische Filmemacher Miki Mistranti hat sich auf die Reise zur »Dunklen Seite der Schokolade« (so der englische Originaltitel) gemacht.

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www.programmbeschwerde.de

Diese URL sollte man sich merken.

Zwischenzeitlich ärgern wir uns weiter über »Tatort Internet«, freuen uns über die Protestwelle (die zeigt, dass das eigene Unbehagen gegenüber diesem Format noch von anderen Menschen geteilt wird), finden gut, dass sie die Medienaufsicht erreicht und staunen dann nebenbei über einzelne Details von hinter den Kulissen. Was für eine üble Promo-Show für dieses obskure Kinderhilfs-Startup namens »Innocence in Danger« und die von ihr unterstützte, kostenpflichtige (14 Cent die Minute!) Info-Hotline NINA. Ich denke, die Einblendung »Dauerwerbesendung« wäre gerechtfertigt.

An wem die Diskussion der letzten Tage vorbeigegangen ist: hier sind einige Einstiegslinks. Darin ist eigentlich alles gesagt.

selber schuld, oder?selber schuld, oder?

Auf F!XMBR gesehen: das Regierungspräsidium Stuttgart »fahndet« nach Lehrkräften, die an der Schülerdemo gegen »Stuttgart 21« teilgenommen haben.

So edel die Motive der Lehrer sicher gewesen sind (und so fragwürdig die Aktion der Behörde): man hätte vorher ahnen können, das sowas nicht ganz koscher ist.

Man entfernt sich nicht innerhalb der Kernarbeitszeit von seinem Arbeitsplatz.

Also irgendwie selber schuld, oder?

Was mich darüberhinaus etwas irritiert ist, dass mein in etwa ähnlich lautender Kommentar auf F!XMBR selbst entweder seit einigen Tagen in der Moderationsschleife hängt oder – was wahrscheinlicher ist – gelöscht wurde.

Christian von F!XMBR hat ja schon öfters darauf hingewiesen, dass er kein Problem damit hat, sein digitales Hausrecht auszuüben und unerwünschte Kommentare zu entfernen.

Doof nur, dass bei mir der Eindruck entsteht, dass an abweichenden Meinungen und alternativen Sichtweisen kein Interesse besteht. Muss ja auch nicht, ist aber trotzdem schade.

(Bild: thebalancebeam)

Dieser Artikel ist aus rechtlichen Gründen nicht mehr verfügbar…

Der Schwachsinn des »Depublizierens« auf den Punkt gebracht: ein Beitrag, der sich selbst depubliziert. (via)

Passend dazu: NDR äußert sich per Pressemitteilung positiv darüber, dass lt. Rundfunkstaatsvertrag gelöschte tagesschau.de-Inhalte auf depub.org republiziert worden sind und freut sich über die »kreative Anarchie des Internets«. (via)

Mein Reden seit Anno Keks: Öffentlich-Rechtlich und Internet passen wunderbar zueinander. Abgesehen von stiftungsfinanzierten Modellen ist das IMO die einzig praktikable Möglichkeit, hochwertige Inhalte ohne fragwürdige Bezahlsysteme unter das Volk zu bringen. Dafür bezahl ich gerne Gebühren.

NPD tagt in Soltau – Gegendemo angekündigt

Nach dem, was einschlägige Webseiten und das Rauschen der eMail-Verteiler vermelden, will sich die NPD am kommenden Sonntag, den 29. August 2010 in Soltau auf die Kommunalwahlen im September 2011 vorbereiten.

Wie sich herausfinden ließ, wurden die Räume im Soltauer Restaurant Landhaus Eden offenbar unter dem Vorwand einer Verkaufsveranstaltung gemietet. Ein offizielles Statement des Besitzers steht aber noch aus.

Bürger, die ihre demokratischen Sinne noch beisammen haben, wollen sich am Sonntag um 9.00 Uhr vor dem Landhaus in Soltau-Harber treffen, um den NPDlern ihr Unerwünschtsein nahezubringen – falls nicht die Bereiber der Lokalität eine Möglichkeit finden, der NPD den Zutritt zu den offensichtlich mit falschen Angaben gebuchten Räumen zu untersagen. Wie es in einer eMail heißt, ist das Mitbringen von Transparenten sehr erwünscht.

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