fotoflut

Stoke @ HABC 2009Klutz @ Löwenbräu 2008Who Killed Frank? @ HABC 2011Noxious @ MYA2009

quartalsplatten

der frühe vogel…

rolling on extreme ways

Zugegeben: nicht mehr ganz taufisch, das Mashup von Moby’s extremen Wegen mit  Adele’s tiefen Rollern. Aber mir fiel grad auf: Das Album »21« von Adele hat es in meine Top9-Quartalsplatten geschafft, woran das o.g. Mashup nicht ganz unschuldig sein dürfte. Hab die nette Britin ja bisher in einen Topf mit Amy Winehouse-Epigonen wie Duffy und so geworfen. Zu unrecht.

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everything is under control…

Ok, dieses Teil scheppert bei mir gleich an mehreren Rasseln gleichzeitg: Joy Division, afrikanische Musik, hörbaren House und interessante Videos. Und weil das so ist, poste ich es, obwohl es schon bei Nerdcore und anderswo zu sehen war*: Spoek Mathambo mit »Control«.

Laut Promotext ist »Control« bereits das vierte Video zu Spoek Mathambo’s Debütalbum »Mshini Wam«. Ein »darkwave township house cover« des Joy Division Klassikers »She’s Lost Control«. Im Original geht es eigentlich um Epilepsie, das Cover bedient aber keine der mir bekannten curtis’schen Textvarianten, sondern nuschelt etwas anderes in die Effektschleifen. Der Clip ist as schwarzweiß as s/w can be und entstand mit dem südafrikanischen Fotografen Pieter Hugo und Filmemacher Michael Cleary, starring Kids aus der Nachbarschaft:

It explores the world of township cults, street preaches and teen gangs and was shot on location in a squatted train boarding house in Langa, Cape Town. The cast is mainly made up of the neighborhood kids who run their own dance troop, Happy Feet.

Ich hau gleich noch den Soundcloud-Player mit dem restlichen Album sowie den Hinweis dazu, dass man das Album auch käuflich z.B. bei den Amazonen erwerben kann (was ich gerade getan habe).

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the spirit passes by this way…

Lukas Heinser liefert einen 1A-Verriß von Deutschlands vielleicht überflüssigster »Rock«band: Revolverheld.

Es war schlimm. Ungefähr nach einer halben Stunde hätte ich mir eine Lesung vogonischer Dichtkunst herbeigewünscht — oder alternativ irgendjemandes Hände, deren Fingernägel ich auch noch hätte abnagen können. Revolverheld sind eine Band, die mit ihrer naiv-dumpfen Pennälerlyrik und ihrer musikalischen Simplizität selbst Silbermond progressiv erscheinen lassen. Der Umstand, dass sich solche Musik besser verkauft als die von Tomte oder kettcar, könnte dem deutschen Volk dereinst vor irgendeinem internationalen Gerichtshof noch zum Nachteil gereichen.

Herr Ihle, bitte übernehmen Sie! :)

Stützungskäufe #4

Es stand ein ziemlich langer Beitrag ins Haus. Wie üblich hatte ich vor, die Tonträger-Neuerwerbungen der letzten Zeit in Bild und ein wenig Text in einen Beitrag zu packen. War aber ein bisschen viel für einen Post, nun also scheibchenweise.

Townsend Records ist ein interessanter Laden. Ein relativ unübersichtlicher Webshop mit Sitz somewhere in Great Britan. Offizieller Online Store für diverse Künstler (spontan fallen mir Moby und Stephen Duffy ein). Wenn man bestellt, kann sich nie sicher sein, wann was eintrudelt. Bestellte Artikel sind manchmal nicht lieferbar und werden gleich gecanceled – oder aber man wartet ewig. Von zwei Bestellungen aus dem April sind immer einige Posten noch nicht versendet, unter anderem die Kraftwerk-Box auf Englisch. Die wäre bei Amazon z.B. 25 Euro teurer gewesen. Dafür am nächsten Tag da. Ich vermute ja, die warten immer die günstigsten Wechselkurse ab, bevor sie was verschicken :wink:

Das erste 1000 Robota-Album war konkurrenzlos günstig. Man erinnert sich, dass die drei Hamburger Jungs vor zwei Jahren mal ganz Big am Kanal waren, offenbar sind davon noch Überbestände abzubauen. Deren zweites Album steht übrigens grad in den Startlöchern. Lloyd Cole, dessen Backkatalog ich mir momentan häppchenweise zusammenkaufe, ist teilweise auch zu netten Preisen zu haben.

Insbesondere typisch britische Künstler sind jenseits des Kanals teilweise erheblich preiswerter zu bekommen als hier. In diesem Fall: Gloria Cycles oder die New-Order-Nachfolgeband Bad Lieutenant. Moby‘s Remix-CD gab es hier als Powerpack mit Bonus-CDs, die sich dann aber als 3 Promo-Single-CDs herausstellten, die musikalisch wenig Neues enthielten. Schade.

Alien Sex Fiend ist eine Erinnerung an lustige Abende in Behringen, damals in den 90ern. Sample my Sausage oder Hurricane Fighter Plane, der Trip to the Moon und einige andere schräge Ohrwürmer hatte CJ sowieso nur auf Vinyl und ich war letztens in Retro-Kauflaune. Wenn Townsend mal liefert, folgt auch noch eine 12″-Compilation. Delirious? ist so ziemlich das Gegenteil: eine der bekanntesten Worship-Bands der letzten Jahre hat Ende 2009 ihr letztes Konzert gespielt und es auf CD gepresst. Über das Alan-Wilder-Projekt Recoil hab ich schon mal hier Worte verloren. Die Compilation »Selected« mit der Bonus-CD »Remixed« gabs zum Knüllerpreis. Hat allerdings über 4 Wochen gedauert, bis sie im Briefkasten lag.

Neben der Kraftwerk-Reissue-Box warte ich dummerweise auch noch auf »Heligoland« von Massive Attack. Hätte gerne mal reingehört, bevor ich sie nächstes Wochenende live sehe. Wird wohl nix. Dafür ein weiteres Teil, was man hierzulande eher schwer bekommt: Das Debütalbum der britischen Prog/Folkrock-Formation Iona sowie ein Charity-Sampler »Songs for Luca« aus dem Umfeld der Band. Einfach nur aus der Grabbelkiste eine lokalen Plattendealers mitgenommen: John Watt‘s »It has to be« (damit die Zeile voll wird). Leider nur 2-4 Songs, die wirklich herausstechen. Davon einer übers Landleben in Friesland. Nix mehr mit »Luton to Lisbon« :)

Reinventing Axl Rose?

Der Mann macht, was ihm Spaß macht. Moby hat seine Liebe zur Stromgitarre wiederentdeckt (zuletzt auf seinem 1996er Album »Animal Rights« ausgelebt, aber der Mann ist ja alter Punkrocker) und mit drei Kumpels eine Metalband aufgemacht und gemeinsam an einem Tag 15 Songs eingespielt. Die gibt es für lau zum legalen Herunterladen. Und auf der Bandseite auch zum Anhören in voller Länge. 

laut.de schreibt:

Den Hörer erwartet eine Mischung aus Led Zeppelin, Deep Purple und Lynyrd Skynyrd, Moby übernimmt dabei die Leadgitarre und ein paar Backing Vocals.  Wer also keine ausgeprägte Ader für Sounds dieser Epoche und den Stil dieser Bands hat, kann die Baldriantropfen getrost im Schrank stehen lassen. Vor allem an der Stimme von Sänger Phil, der mit seiner Metalcombo Tragedy bislang vor allem Bee Gees-Songs coverte, werden sich mit Sicherheit die Geister scheiden.

Und so isses auch: hört sich ganz witzig an, aber vom Hocker haut es mich nicht. Dafür klingt Phil Costello stellenweise beängstigend nach Axl Rose. Das soll wohl so. Macht mir trotzdem etwas… Angst?