fotoflut

The Supersonic Speeds @ HABC 2011Take Action Festival 2005Call Me Herman @ Markthalle 2005A Chinese Restaurant @ MYA2008 (Freitag)

quartalsplatten

der frühe vogel…

Blast from the past: Die Musik kommt…

Erst verfällt man nicht ganz grundlos in Voralpenslang (siehe vorherigen Beitrag). Dann wundert man sich, woher diese Phrase wohl kommen mag. Man googled nach und erschrickt vor dem, was sich in den Hirnwendungen im Laufe der Jahrzehnte abgelagert hat. Worum gehts?

Im Hörsturz 18-Beitrag findet sich diese Zeile:

»Auf geht’s Buam, die Musi kommt…«

… weil danach gings ja gleich mit bairischer Blasmusik weiter. Harmlos, sollte man meinen, so ein bisschen Weißwurscht-Slang. Tatsächlich entstammt diese Catchphrase einem TV-Klassiker der ganz besonderen Art…

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Warum nicht Indie-Flatrate?Warum nicht Indie-Flatrate?

Gelesen beim Tonspion (via):

Der Musikmanager Tim Renner, früherer Chef von Universal Records und heute Betreiber von Motor Music, fordert im Rolling Stone den Verband der Musikindustrie auf, selbst eine Musikflatrate anzubieten. [...]

Er hält eine Musikflatrate für die einzige reelle Chance, dem Business zu neuen Einnahmequellen zu verhelfen. Dabei brauche man nicht auf eine gesetzliche Regelung warten, sondern könne branchenintern ein entsprechendes Angebot aufsetzen. Für 12,90, also für den “gefühlten” Preis einer CD, solle man sich monatlich runterladen können, was man wolle. Legal und im MP3-Format ohne Kopierschutz.

Super Idee. Ich wär sofort dabei, auch für mehr als 12,90 €. Meinetwegen auch mit nem reelen Download-Limit (Niemand kann 1000 Songs pro Woche tatsächlich hören, oder?).

Die Rückfrage muß aber erlaubt sein, warum Tim Renner – immerhin selbst Chef eines kleinen Labels – nicht selbst aktiv wird. Beispielsweise die gute alte Independent-Tradition wieder aufleben läßt: bildet unabhängige Netzwerke zum digitalen Vertrieb, ein gemeinsames Download-Portal und fangt mit schonmal mit einer Indie-Flatrate an. Wie gesagt: ich wär dabei.

All we need is the money

musicsalesDiese Grafik ist im Sommer völlig an mir vorbeigegangen, ich muß wohl woanders gewesen sein…

Spannend find ich, dass die CD-Verkäufe zu dem Zeitpunkt einbrechen, wo meiner Erinnerung nach CDs hierzulande wesentlich teurer wurden (so, um die Jahrtausendwende, vll. währen der Euro-Einführung. Der Zusammenhang klappt natürlich nur dann, wenn die Preise auch in den USA gestiegen sind, woher die Verkaufszahlen kommen).

Und irgendwie kommt mal wieder der Gedanke: »selbst schuld« Erst Geld zum Fenster rauswerfen und sich an CD-Reissues dumm und dämlich verdienen, dann die Produkte überteuern, beim Online-Verkauf nicht aus dem Quark kommen, Superstars klonen statt Popkultur fördern und dann auch noch die Fans der eigenen Künstler beschimpfen und verklagen. Falscher Ansatz. So kann das nix werden.

(via Popnutten)