Zugegeben: nicht mehr ganz taufisch, das Mashup von Moby’s extremen Wegen mit Adele’s tiefen Rollern. Aber mir fiel grad auf: Das Album »21« von Adele hat es in meine Top9-Quartalsplatten geschafft, woran das o.g. Mashup nicht ganz unschuldig sein dürfte. Hab die nette Britin ja bisher in einen Topf mit Amy Winehouse-Epigonen wie Duffy und so geworfen. Zu unrecht.
Das ist ähhhmm… irgendwie cool: Am 27. September 2010* kommt »Reconnected« raus – das Live-Album zur 2008er Yazoo-Tour. 4 Tracks zum Vorfreuen auf Soundcloud:
Ich weiß: es ist etwas seltsam, erst zu behaupten, man hätte momentan keine Zeit zum Bloggen – um dann drei Beiträge in Folge rauszuhauen.
Anlass ist »Wait For Me. Remixes!« Bei Moby gab es ja bisher zu fast jedem regulären Album eine Zweitverwertung in Form von Live-DVDs mit Remix-CDs, Deluxe Editions mit B-Seiten-Compilation oder so. Beim insgesamt flauen »Wait for me«-Album ziehen Moby bzw. Mute alle Register: Nach Gratis-Download-Vorab-Single (A Shot in the Head) und Non-Album-Zwischen-Single (One time we lived) und »Such das kostenlose Remix«-Webaktion sowie der Deluxe-Edition mit Ambient-Remix-Album und Live-DVD kommt nächste Woche das Remix-Album raus. Doppel-CD und Download-Super-Bundle mit Bonus-CD.
Das wirkt wahlweise wie »kauf-mich!«-Verzweiflung oder aber wie Fischmarkt-»und noch nen Aal dazu«-Fanausbeutung und wäre natürlich total böse Kommerz-Kacke, wenn das nicht zu fast schon schülerfreundlichen Preisen geschehen würde (Remix-2CD für 12 Euro bzw. 10 Pfund). Die erste CD ist bereits letzte Woche zum Download freigegeben worden und enthält tatsächlich ziemlich gute Remixe, die aus den Songs das rausholen, was ihren Geschwistern auf dem Album fehlt. Drive. Energie. Beats. Abwechslung.
Neben Kurzportraits aller Remixer gibts zu jeder CD ein Mashup-Remix mit 17 bis 20 Minuten Länge, dass man dank Soundcloud auch für lau downloaden kann. Oder auch einbetten :)
Die Aufgerollten Autoteppiche. Oder so ähnlich. Anfang 1990 feierte ich Geburtstag und einige meiner Kumpels hatten denjenigen mit dem mutmaßlich innovativsten Musikgeschmack losgejagt, die zusammengelegten Märker in klingende Silberlinge zu verwandeln. Ich glaub, es waren drei CDs, und eine davon die brandneue Maxi-CD »This is how it feels« einer Band, von der ich bis dahin nur gelesen hatte (hey, das war noch vor Internet und Myspace). Mein Erstkontakt mit den Inspiral Carpets, der dazu führte, dass ich mittlerweile fast alle Alben und eine Reihe MaxiCDs mein Eigen nenne. Für mich eine der herausragenden Bands des Madchester-Hypes, die zwar kommerziell nie den großen Durchbruch schaffte, mit zwei sehr hörenswerten Alben (»Life« und »The Beast Inside«) und einigen wunderbaren Songs bis zur Auflösung 1995 aber den Hype ohne Gesichtsverlust überstanden hat. Seit einigen Jahren sind sie sogar wieder zusammen und Touren ganz erfolgreich durch UK.
Da dies hier aber die Serie über Songs aus dem »Mauerfalljahr ’89« ist, kommt hier auch erstmal mit »Move« ein Song von 1989. Großartige Musik. Grenzwertiges Video. Nach dem Klick gibts dann noch mehr…
Ich habe Wire nie als die Punkband kennengelernt, die sie mal waren, sondern zuerst so um 1987, als der Typ mit dem (auf unser Pampadorf bezogen) strangesten Musikgeschmack in meinem Bekanntenkreis mit »The Ideal Copy« um die Ecke kam. Nun, Wire waren auf Mute – und dank meiner damaligen Präferenz für die eine große Mute Band (Depeche Mode) ging fast alles von diesem Label irgendwie in Ordnung.
»A bell is a cup – until it’s struck« war schon eine große Platte. »It’s beginning to and back again« setzte nochmal einen drauf. Und seit dem haben die drei bis vier Herren auch nichts vergleichbares mehr produziert, auch wenn »Manscape« einige sehr geile Songs enthält. IBTABA ist ein ‘organisches’ Patchworkalbum. Ein Best-of-Live-Remix. Wire haben Live-Mitschnitte von Songs der letzten beiden Studioalben genommen, sie im Studio zum Teil bis auf die Drumtracks reduziert, mit Overdubs und Re-Recordings angereichert und daraus plus neuem Material ein Album gebaut. Normalerweise würde man denken, dabei kann nix gutes rauskommen, aber auf diesem Album funktioniert das fast immer und ergibt neue Perspektiven für bekannte Songs. Neben so etwas Großem wie die 25-minütige Dreieinigkeit von Illuminated/Boiling Boy/Over Theirs (super für Autobahnfahrten!) finden sich kompakte Popsongs wie In Vivo – oder eben auch Eardrum Buzz.
Viel Spaß beim Erkennen der Promis mit Finger im Ohr. Spontan sicher zuordnen konnte ich Vince Clarke (Depeche Mode, Erasure), Andy Fletcher (Depeche Mode), Ralf Dörper (Propaganda, Krupps), Bernard Sumner (New Order) und Björk.