fotoflut

Volkslauf Schneverdingen 8/2009KariertLocalvision Band Contest CelleFledermannkackaffenDas verbotene Wort heißt HerbstJazz AllstarsSturchNieders. Meisterschaft Karate 8.5.2010Goodbye Jersey

NPD behauptet: Norddeutsche sind Deppen

Die bayrische NPD haut in einer Meldung vom 13.7.2010 die Erkenntnis heraus »Länder-Schulleistungsvergleich bestätigt Reichswehr-Einstellungstests«.

Unter dieser Überschrift erklärt sie quasi alle Menschen mit Herkunft nördlich des Weisswurst-Äquators für naturblonde Volldeppen, bei denen Hopfen und Malz verloren und PISA-technisch eh kein Blumenpott zu gewinnen ist.

Nach zig diffamierenden Äußerungen zur angeblichen Überfremdung der Schulklassen kommt ein viel grundsätzlicheres und formschönes Argument zur Sprache:

Bereits in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts war den Werbeoffizieren der Reichswehr daher bekannt, daß die Bayern, Baden-Württemberger, Thüringer und Sachsen im Durchschnitt „schlauer“ waren, als Norddeutsche. Liberalisten und Internationalisten werden diese Erkenntnisse natürlich nicht zur Kenntnis nehmen, weil sie aus ideologischen Gründen an der angeblichen Gleichheit aller Menschen festhalten müssen.
Menschen sind gleich vor Gott und dem Gesetz, ansonsten sind sie sehr unterschiedlich, selbst innerhalb eines Volkes.

Was könnte uns die bayrische NPD damit sagen wollen? Vermutlich dieses:

»Liebe Ausländer, ihr seid nicht das eigentliche Problem. Überfremdet unsere Schulen ruhig weiter, vor allem die im Norden. Dass Hamburger und Bremer so schlechte Schüler sind, dafür könnt ihr nichts, dafür können sie noch nicht mal selber was, denen ist auch nicht mehr zu helfen. Die Nordlichter sind halt ne doofe Rasse. Eigentlich sind diese ganzen nordischen, blonden und blauäugigen Herrenmenschen sowieso völlig degeneriert. Wir wissen auch nicht, warum der Führer sie so geil fand. Ist ja auch egal, wen schert schon der Führer. Uns waren die Preussen immer schon suspekt…«

Man könnte fast drüber lachen, wenn nicht auch solche Sätze in der Meldung drin stehen würden:

Aus diesen Gründen wird man mit noch so vielen (nicht mehr vorhandenen) Milliarden Euro ganz bestimmten Ausländergruppen keine Intelligenz vermitteln können, weil diese angeboren ist.

Wo fängt eigentlich solche Diffamierung an, Volksverhetzung zu werden?

(via NPD-Blog)

Karsamstag: Nazidemo in Buchholz. Gegendemo auch.

Bereits im Dezember 2009 hatte die rechtsradikale NPD in Buchholz/Nordheide eine Demonstration angemeldet, die aber kurzfristig abgesagt wurde. Jetzt wagen die tarndemokratischen Nazis einen zweiten Anlauf. Die Antifaschistische Aktion Lüneburg/Uelzen vermeldete heute:

Für den 3. April 2010 ruft die neofaschistische NPD zu einer Kundgebung im niedersächsischen Buchholz in der Nordheide auf. Unter dem rassistischen Motto “Kriminelle Ausländer ausweisen” kündigt der Unterbezirk Lüneburg der niedersächsischen NPD diese Veranstaltung in Buchholz an.

Auf Indimedia sind weitere Hintergründe zu lesen, unter anderem:

Um die Nazikundgebung zu beantworten, hat sich in Buchholz ein recht breites Bündnis zusammengefunden, um eine gemeinsame Kundgebung durchzuführen. Auf Einladung des Oberbürgermeisters und des DGB, kamen Vertreter_innen von SPD, FDP, CDU, Partei die Linke, den Grünen, der Feuerwehr, Jungen Union, Amnesty International, „Gesicht Zeigen“, Gewerkschaften und Antifa-Gruppen zusammen, um eine gemeinsame Veranstaltung für den Ostersamstag vorzubereiten. Nach längerer diskussion und verschiedenen Ideen, wurde sich auf eine gemeinsame Kundgebung (mit Musik und Trallala) vor dem Buchholzer Rathaus geeinigt.

Angenehm bunte Mischung, wie sie nicht überall gelingt.

Wer regionalen Bezug hat und am Karsamstag noch nichts vor: auf nach Buchholz.

Und nicht provozieren lassen. Dresden war doch ein schönes Zeichen, dass zur Abwechslung mal nur die Nazis dumm und deplaziert dastanden – und nicht wie häufig Antifa und Gegendemonstranten als die größeren Störenfriede dargestellt werden konnten.

Entschuldungsprogrom

Unwort des Montags. Gefallen bei schon erwähnter Stadtführung durch Erfurt – und so unglaublich treffend, dass ich mich wundere, dass es bei Google nicht findbar ist (oder bin ich blind?).

Beschreibt ein Motiv, wenn in mittelalterlichen Städten hierzulande der Mob mit Mord und Totschlag über die jüdische Bevölkerung herzog, dieses von Fürsten oder Stadträten aber nicht unterbunden oder bekämpft wurde, obwohl auch die jüdischen Bürger Schutzzölle zu zahlen hatten, meistens sogar mehr als andere Bürger. Hinterher gab es vielleicht einen fürstlichen Rüffel, dass die Stadt ihre Bürger nicht geschützt habe, aber viele Leute waren mit den Geldgebern auch die Schulden los, inklusive Lokalfürst. Dafür konnte man sogar mal unauffällig Öl ins Feuer gießen. weiterlesen…

Wer hat’s erfunden?

OMG, ich muß mir xtra3 mal wieder öfter antun…

via NPD-Blog

Demo in Buchholz

demobuchholz091205Für den 5. Dezember 2009 plant die NPD in Buchholz/Nordheide eine Demo.

Dazu organisiert der AK Antifaschismus Buchholz mit der Antifa LG/UE eine Gegendemo, auf die ich gerne hinweise.

Gegen Antisemitismus

Mal wieder was nicht mitbekommen…

bannergrafbreit

Rassistischer Angriff in Hamburg

Das NPD-Blog meldet:

In Hamburg ist nach Polizeiangaben ein 37-jähriger Schwarzer bei einem rassistischen Angriff verletzt worden. Der unbekannte Täter hatte an einer roten Ampel einen NPD-Aufkleber an dem Auto des Schwarzen befestigt. Als der 37-Jährige den NPD-Anhänger zur Rede stellen wollte, schlug dieser zu. Zunächst meldete die Polizei, das Opfer habe Schwellungen im Gesicht erlitten und sei lediglich ambulant behandelt worden. Später hieß es dann, der 37-Jährige musste mit dem Verdacht auf Hirnblutungen in ein Krankenhaus eingeliefert und dort notoperiert werden; Lebensgefahr bestehe “zurzeit” nicht.

(…)

Die Polizei sucht dringend nach Zeugen, die unter der Nummer 040 – 428656789 melden können.

Kurz vor Sendeschluss...

… noch etwas Hagen Rether:

Die Amokläufer von Erfurt und Winnenden haben wir zähneknirschend und mit Wut im Bauch begraben. Nicht auszudenken, wenn das irgendso’n 15jähriger Ali oder Machmut gewesen wäre – dann hätten aber die Dönerbuden gebrannt…