Projekt Hörsturz, Runde 31. Wer es nicht kennt: bei dieser von beetFreeQ initiierten Blogparade werden alle zwei Wochen Songs vorgeschlagen, anschließend von den beteiligten Bloggern unter die Lupe genommen und dabei mit 0 bis 5 Punkten bewertet. Mitmachen kann im Prinzip jede/r, genaue Regeln hier.
Dieses mal keine Sonderrunde, sondern mehr oder weniger »normale« Musik, dafür aber erstmals zehn (statt sieben) zufällig geloste Pflichtsongs und den Rest der Vorschläge als Bonustracks.
Tocadisco – Shrine (von Dr. Borstel)
Tocadisco kenne ich nur von einzelnen Remixes, die seinen Namen tragen. Ah, er hat jetzt auch ein eigenes Jodeldiplom Soloalbum raus. Plätschert gefällig vor sich hin. Tut nicht weh. Wird aber auch nicht die Welt verändern.
3 Punkte
Daniel Decker – Die Geister mit denen ich schlief (von kasumi)
Der Waschzettel auf seiner Webseite preist diesen Song als eine deutschsprachige Placebo-Adaption an. Naja, so weit hergeholt ist das nicht, aber was dem Geschrammel fehlt ist die Prise musikalische Originalität, die der Songtitel wortspielerisch ankündigt. Ist nichts, was man öfter als einmal hören müsste.
2 Punkte
Linkin Park – Given Up (von Sir Donnerbold)
Ok, das kenn ich natürlich. Bis zur Meteora und dieser Jay-Z-Sache fand ich die ziemlich gut – und auch immer noch ganz ok. Diese Depeche Mode-Remix-Sache hat Mike Shinoda wohl ziemlich mitgenommen, denn zwei Songs vom LP-Album Minutes to Midnight wirken, als wären Songstrukturen einfach mal abgepaust worden. Der eine ist »No more sorrow«, dessen Anfang doch sehr an DM’s »Strangelove« erinnert. Der andere hört sich gar nicht so viel anders an und ist »Given up« – und irgendwie läuft da bei mir im Hinterkopf »Policy of Truth« mit. Wie es dem auch sei: dieser Song ist einer der schlechteren auf dem Album. Viel gebülltes Pathos, das einfach so unmotiviert in der Landschaft steht, dazu ziellos rumbratzende Gitarren.
2 Punkte
Junip – Black Refuge (von endgueltig)
Hey, das ist schön. Schön scheppert die Schrammelgitarre, schön melancholisch pustet die Orgel, leicht depri hängen die Vocals darüber. Ich kann mir noch keinen Reim auf die Totenschädel-Ästhetik des Videos machen und die Lyrics bieten da auch kaum Anhalt. Alte Schweden, das ist nochmal ein Hinhören wert. Vielleicht sogar den Plattenkauf. Gekauft. Das Junip-Komplettset aus dem aktuellen Album »Fields« und den zwei EPs kostet bei Amazon derzeit 11,54 Euro als Download.
3,5 Punkte


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