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Die Stiele @ Löwenbräu 2010Skapunxel @ MYA2008 (Freitag)Mele Kalikimaka @ MYA2009Frite Jewel @ MYA2008 (Freitag)

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der frühe vogel…

G8 überfordert Schüler

G8 und die Folgen: Bayrischer Lehrerverband und Elternvereinigung warnen vor »Burnout« bei Schülern an den Gymnasien. Man kann zwar zweifeln, ob damit tatsächlich medizinisch korrekter Burnout gemeint ist, aber es gibt ein Gefühl fürs Gemeinte:

Der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, hat in einer gemeinsamen Presseerklärung mit der Vorsitzenden der Gymnasialeltern Bayern e.V., Ulrike Köllner, vor einer Zunahme von Burnout- Symptomen bayerischer Gymnasiasten gewarnt. „Viele Schülerinnen und Schüler sind bereits wenige Wochen nach Schulbeginn erschöpft, müde und ausgebrannt“, erklärten beide heute in München. Besonders hart sei der schulische Alltag für die derzeitigen Schüler/innen der 11. Jahrgangsstufen, der erste G8-Jahrgang, der in die Oberstufe eingetreten ist: [...] „Jugendliche haben zum Teil bis zu viermal pro Woche erst um 17 Uhr Schulende und müssen häufig nach langen Schulwegen auch noch Hausaufgaben und Unterrichtsvorbereitungen erledigen.“

[...] „Viele meiner Schülerinnen und Schüler haben dreimal Nachmittagsunterricht, manche auch viermal, von Montag bis Donnerstag, teilweise bis 17 Uhr. Da bleibt nicht viel Zeit für Vor- und Nachbereitung des Unterrichtsstoffes. Zeit für außerschulische Betätigungen wie Sporttreiben oder Engagement in politischen oder sozialen Gruppen wie Umweltschutz oder Jugendarbeit ist kaum noch vorhanden.“

Spannend ist dann die Forderung, die Abhilfe schaffen soll:

Erneut wiederholte Wenzel daher die BLLV- Forderung, möglichst viele Gymnasien zu rhythmisierten Ganztagsschulen auszubauen. „Gymnasien dürfen nicht von Leistungs- und Prüfungsdruck beherrscht werden, der Schüler und Lehrer krank macht.“

Weil die Schüler sowieso keine Zeit mehr für ein Leben außerhalb der Schule haben, können wir sie auch gleich den ganzen Tag zwangskasernieren, denn nur Schule weiß, was gut für Schüler ist. Am Besten noch bei gleichbleibender Lehrerdecke. Das macht auch viel mehr Sinn, als mal über Entschlackung von Lehrplänen, kleinere Klassen, mehr Lehrer, individuellere Förderung und vor allem eine Rücknahme von Abi in Klasse 12 nachzudenken…

[BLLV via Lehrerfreund]

So ist's in der Schule...So ist’s in der Schule…

Ist man erstmal selber raus, fällt es schwer, sich vorzustellen, wie Schule sich von Innen anfühlt. Sei es für Schüler oder auch für die hauptamtliche Belegschaft. Ich hab ja nun regelmäßig mit beiden Seiten zu tun, aber Blogs wie das von Frau Freitag sind eine Horizonterweiterung.

»Wahrscheinlich haben wir – besonders an Schulen wie unserer – einfach die falsche Idealschülerschaft vor Augen. Wir gehen immer von Standarts aus, die wir einfach mal vergessen sollten. Der ideale Schüler ist bei uns ein heiliger Allesmitmacher, den es wahrscheinlich nicht mal an den elitärsten Gymnasien gibt. Wir (ich auch) sollten einfach mal anfangen die Schüler so zu sehen, wie sie sind und uns dann überlegen, wie wir sie am besten auf ihr späteres Leben vorbereiten können. (…)
Ach, theoretisch ist das doch alles ganz einfach, aber in ein paar Stunden stehe ich selbst wieder vor irgendeiner Klasse und rege mich darüber auf, dass sie keine Hausaufgaben gemacht haben.« (Frau Freitag: Nicht alle sind Hirntote)

Ihre Zeilen zum »Amoklauf« in Anspach sollte man allen vor die Stirn tackern, die über Schulpolitik und Jugendschutz entscheiden:  »Die laufen doch nicht Amok, weil sie Counterstrike spielen, sondern, weil ihre Mitschüler sie jahrelang quälen und im besten Fall ignorieren. Und dann kommen die auch noch ins Fernsehen und sagen da:“ Er war eigentlich immer alleine.“ „Er war nie mit anderen zusammen und er hatte keine Freunde.“«

Schule ist ein seltsamer Ort. Völlig unerklärlich, warum so viele Leute denken, es würde besser werden, wenn Schüler und Lehrer zukünftig den ganzen Tag zusammen verbringen sollen. weiterlesen…