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Morgens geht die Sonne auf…

Mir scheint, die Restgeräusch-Sessions auf Rote Raupe wären gerne sowas wie die deutsche Antwort auf Daytrotter. Ein paar namhafte Acts haben sie ja schon in ihr Studio locken können. Zuletzt auch Die Sterne. Herausgekommen sind drei sehr nice Aufnahmen von Convenience Shop, Gib mir die Kraft und Life in Quiz. Zu finden bei Soundcloud.

Die Sterne – Convenience Shop (Restgeräusch Session) by roteraupe

Wie schön, dass das alles hier so echt ist

Nun wollte ich die Schreibpause mit dem Schlachtruf »Endlich Remix!« beenden und sehe grad, dass ein seit wenigen Stunden als Novität verkauftes Stück Musik (und zwar gar kein schlechtes) schon seit nem halben Jahr kostenlos und legal im Netz schwimmt.

Die Sterne taten gestern per Newsletter kund, dass die neue Single »Gib mir die Kraft« raus ist. Neben einem stark eingedampften Radio Edit (von 4:23 auf 2:37 – wow!) und der Album Version wähnte ich mein Bitten und Hoffen auf schöne Remixe zu »24/7« erhört: Frittenbude haben »Nach Fest kommt Lose« in ähnlicher Manier de- und rekonstruiert, die auch schon Kettcars »Graceland« sehr gut tat – und das findet sich jetzt auf der virtuellen B-Seite. Das »Nach Fest Kommt Fest Frittenbude Remix« ist aber schon seit November für lau zu haben, unter anderem bei on3 oder auf soundcloud. Irgendwie hab ich das damals nicht mitbekommen… Jetzt hab ich halt vor allem für diesen Track die mp3-Single gekauft. Naja, zu verkraften.

Ausgerechnet »Gib mir die Kraft« auszukoppeln ist im Anbetracht der anderen großen Songs auf dem Langspieler schon schräg, aber mit dem Ultrakurz-Kraftmix  gewinnt er deutlich. Still waiting for the Remix-Album…

Und bei der Gelegenheit gleich die anderen Hamburger angehängt: bei den Amazonen sind grad Grand Hotel van Cleef-Aktionstage. weiterlesen…

Sprich mit meiner Hand...

Passend zum neuen Album die neue Single. »Live in Quiz« erscheint lt. Amazon am 5. März – leider dort noch ohne Tracklisting; ich hoffe auf Remixe ^^.  Auch bei »Depressionen aus der Hölle« könnte ich mir das gut vorstellen… großartiger Song. Drei Singles aus einem Sterne-Album gab es allerdings schon sehr lange nicht mehr. Andererseits: zum aktuellen Konzept würde ein Remix-Album gut passen, und sei es nur als Download. Themenläden Reloaded.

[Update]

1. Die »Single« gibts nur als download, jedenfalls bisher. Schade. Nix mit Remix, nur ein »Radio Edit«. Wundere mich, warum Amazon so tut, als gäb’s ne CD.

2. In diesen Post schlagen täglich diverse Lyric-Gesuche via Google ein. Tatsächlich kommt man bei gängigen Suchbegriffen auf Gut Glück hierher.  Ich tu mal so, als wär dieses Blog servicefreundlich und zielgruppenkompatibel. Convenience Shop sozusagen :wink: Songtext nach dem Klick. weiterlesen…

Weißt du, wieviel Sterne stehen…

Ok, der dritte Sterne-related Post in Folge. Reicht dann auch erstmal. Frank Spilker arbeitet sich im taz-Popblog Monarchie & Alltag durch Christian Ihle’s Musik-Fragebogen.

Bei der hinterlistigen Frage »Tocotronic oder Blumfeld – und warum?« wird die Klippe zunächst geschickt umschifft, um im letzten Satz dann doch den ehemaligen Labelgenossen zu versenken:

Die Frage ist soo neunziger. Aber selbst dann hätte ich gesagt: Ich finde es bei beiden Bands toll, das sie sich in einen internationalen Bezugsrahmen setzen anstatt etwas originär hamburgisches oder deutsches kreiren zu wollen. Tocotronic waren eher Grunge und Blumfeld Sonic Youth oder My bloody Valentine. Mit der Illusion man könnte auch international Erfolg haben ist aber im Laufe der Zeit bei beiden Bands auch dieses In-Bezug-setzten verloren gegangen. Schade. Aus heutiger Perspektive würde ich sagen: Lieber Sondre Lerche als Jochen Distelmeyer.

Ob man da eine Spitze herauslesen kann?   :wink:

Mir allerdings sagte bis eben grad Sondre Lerche gar nix. Noch so ein hörenswerter Norweger…

Es ist egal, was du tust, Hauptsache ist…

… es macht dich glücklich:

Frank Spilker from The Sternes zwängt sich ins Kinderbett und schrammelt »Ein Glück«, einen der Erstauflagen-Bonustracks des neuen Albums. Man beachte das vielsagend-sinnvoll eingesetzte Leuchtmittel. [via koze69@last.fm]

Stützungskäufe...

Die Musikindustrie leidet immer noch. Man mag kaum noch hinsehen. Also weiter fleissig Tonträger und digitale Äquivalente gekauft: die Neuerwerbungen der letzten 6 Wochen.

War die Jahresendphase 2009 vor allem von meiner Wiederentdeckung der Steve Skaith Band und des Latin Quarter-Backkatalogs gekennzeichnet (und dem Phänomen, dass man sich Alben, die man schon hat, wegen rarer Reissue-Bonustracks nochmal kauft), dominiert dieses mal ganz klar die Hamburger bzw. Fast Weltweite Fraktion.

Die aktuelle Begemann wartete eigentlich nur auf einen guten Einkaufspreis, seinen Backkatalog gibt es zum netten Preis und wird nach und nach von mir aufgesammelt. Auf »Rezession, Baby« gibt es diesen schönen Song über Jochen Distelmeyer, dessen »Heavy« ich mir bestellt habe, obwohl ich schon ahnte, dass es mir nicht wirklich gefallen würde, aber vielleicht braucht das einfach noch seine Zeit. Das Buch zur Ausstellung Stadt.Land.Pop. liegt hier schon ganz lange – in weiten Teilen sogar gelesen. Mit der darin vorkommenden Bernadette La Hengst konnte ich trotz zahlreichem Zaunpfahlgewinke von Frank W bisher noch nicht viel anfangen, bis kürzlich die Interview-DVD zur Austellung den Player fand; danach wollte »Niemals dorthin« nicht mehr aus dem Ohr. Schräge Scheibe mit einzelnen Highlights, aber auch einem gewissen Talent, gute Ideen nicht konsequent zu selbsttragenden Songs auszubauen. Die Sterne brachte die Post heute druckfrisch ins Haus. Der ‘Disco total’-Aufschrei ist nur bedingt nachvollziehbar. Weniger Gitarren als sonst, aber alles, was diese Band  sonst auch ausmachte, ist reichlich vorhanden. Ein klassisches Sterne-Album, nur mit leicht anderen Mitteln. Ob die Songs den Relevanztest der Zeit bestehen, ist nochmal ein anderes Thema, aber die Spilkersche Satzbaumaschine hat auch dieses mal Phrasen für alle Lebenslagen zusammengelötet – das ist schon die halbe Miete. »Ich kann den Müll selbst runterbringen« steht als guter Vorsatz bei jedem dritten Küchenaufenthalt mitten im Raum. Schade, dass tatsächlich alle Songs der Riss-EP in identischen (?) Versionen auf dem Album gelandet sind, so hat man als EP-Kenner ein Viertel des Albums schon reichlich gehört und es fühlt sich längst nicht so frisch an, wie ein nagelneues Album es tun sollte.

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ich variiere meinen rhythmus

Fortsetzung nach Klick Das ganze Dilemma am Ende von Ferien, vorlesungsfreier Zeit oder Urlaub auf den Strich Punkt gebracht von Daniel@Daydrawing (den ganzen Comic bei ihm). Längst nicht nur ein Problem von Schülern und Studenten.

Heute ist war mein letzter Urlaubstag.

Montag gehts wieder los und ich weiß noch nicht, ob ich das gut finden soll. Ich glaub eher nicht. Könnte mal wieder gut und gerne 2-3 Wochen dran hängen.

Wieder tausend Sachen für den Urlaub vorgenommen und kaum etwas davon geschafft. Stattdessen tagsüber Winterschlaf und durchwachte bzw. durchfeierte Nächte.

Dreimal Schlafphase also noch, um sich wieder an die den Normalzustand zu gewöhnen. Wird knapp.

»Ich steh auf wenn ich kann
Ich leg mich hin wenn ich muß
Ich finde keine Ruhe
Ich variiere meinen Rythmus«

(Die Sterne – Ich variiere meinen Rythmus)   weiterlesen…

Man sieht dich nicht in Manhattan, Dirk

Tocotronic haben den Sloganizer wieder angeworfen und an einem neuen Album gebastelt, das am 22. Januar als »Schall und Wahn« in die Läden kommen soll. Die Promomaschine läuft sich schon mal warm und gebärt die erste Singe, die ab 8. Januar laufen lernt. Der Kopf schaut schon raus: das Video zu »Mach es nicht selbst«. Brennende Obi-Biber (oder sind’s Hornbach-Hamster?) inklusive.

An diesen Rat halten sich Die Sterne nicht: das neue, eigene, selbstgebaute »Materie« Label soll in Zusammenarbeit mit Rough Trade spätestens Ende Februar den neuen Langspieler »24/7« rauswerfen. Die Record Release Party in Hamburg ist zumindest für den 26.02.2010 anberaumt, einige Live-Gigs im Januar, Februar und Tour dann im April.

(Tocotronics via Kleinstadtgedanken, aber der Kaispion hatte es wohl vorher schon).

Shooting Stars

Auf der Studio-Version (zu finden auf der Riss-EP) findet sich außer einem fetten Basslauf eigentlich nichts, was an Gitarre erinnert. Umso bemerkenswerter diese unplugged Version von »Nach Fest kommt Lose«, entstanden bereits im Juni auf dem ungesicherten Dach eines Wiener Hotels – mit zwei Klampfen, Bongos, Sambarasseln und drei offenbar gutgelaunten Sternen. Zu finden bei theyshootmusic.at, die freundlicherweise ihre Videos zum Download anbieten, aber auch einbaufreundlich bei Youtube online stellen.

Konnte mich gestern nicht mehr zum Posten aufraffen, aber nachdem FastWeltweit vorhin »St. Pauli« gebracht hat, wirds jetzt auch Zeit… :)

Ach so. Na dann.

Kleingedrucktes überlesen? Die Riss EP von den Sternen gibt es gar nicht als CD. Nur als Vinyl und Download. Wie peinlich.

Zur Kompensation ein kleiner mp3-Kaufrausch bei den Amazonen:

  • Sterne – Der Riss EP
  • Robbie Williams – Bodies (SCNR)
  • Helgi Hrafn Jonsson - Kví, Kví EP

Helgi Hrafn Jonsson kannte ich nicht, bevor nicorola mir den Mund wässerig geschrieben hat. Schöner Folkpop aus Island, manchmal etwas schräg und ungewöhnlich im Gehörgang, als ob man Sigur Ros auf Singer/Songwriter-Format bringen würde. Ein ganz sympatischer Mensch ist er wohl auch:


for the restHätt mir beinahe auch schon das Album gegönnt, denn »For The Rest Of My Childhood« klingt beim Reihnhören ganz vielversprechend, das schöne Cover spricht aber eher dafür, das Teil physikalsich zu besitzen und beim Hören im Booklet blättern zu können. Vorm Bestellen warte ich erstmal heute abend ab… :)

Mehr zum Reinhören bei MySpace – »Digging up da Tree« aus dem Studio hört sich doch etwas anders an als vom Balkon.