fotoflut

She Said GoodbyeMidwayKlutz @ Löwenbräu 2008Mele KalikimakaGoodbye JerseyDie StieleStokeNoxiousDie Stiele @ Löwenbräu 2010

Dekadente Sozialschmarotzer

Weil es passt:

»Guido Westerwelle
war seit 1983 Juli-Chef,
seit 88 im FDP-Bundesvorstand
und schloss sein Jurastudium erst 1991 ab:

Parteiamtssalär,
Diäten,
Ministergehalt:

Der Mann hat nie ernsthaft von etwas anderem
als Staatsknete gelebt.«

Friedrich Küppersbusch

… und ggf. Zuschüssen von Flick oder Mövenpick.

re-taz, nächster startversuch

Zum Anfang des Jahres plante die tageszeitung (taz) eine Rundumerneuerung ihrer Webseite und hatte diese auch vollmundig angekündigt.

Aber dann schlug Murphy’s Law zu und es ging wohl etwas ganz gewaltig schief. Letzte Woche gab es einen weiteren, nächtlichen Anlauf, der dann aber gleich vom Server flog und vom Backup überrollt wurde, weil es wieder nicht lief. Es läge, so heißt es, am Apachen und  mod_rewrite – in den Kommentaren war der schöne Satz zu lesen:

mod_rewrite ist halt das irre Produkt eines sonst genialen Programmierers.

Jetzt grad (ca. 23.00 Uhr) tut sich wohl wieder was im Maschinenraum:

Einmal werden wir noch wach…?

Murmeltiere und Eichhörnchen bitte weiterschlafen.

Ich bin echt gespannt, was es wird. Die taz ist in Sachen Online-Auftritt ja ein Vorreiter gewesen, hat sich und ihren Lesern mit dem bisherigen Layout aber nie einen Gefallen getan. Immerhin wurde in letzter Zeit die Update-Freqzenz deutlich hochgeschraubt. Wenn jetzt Optik und usability nachziehen und auf Höhe der Zeit kommen, kann das was werden.

re-taz

Auch die online-taz überarbeitet sich. Relaunch zum 3.1.2010. Muß wohl an der Jahreszeit liegen… :wink:

What you never had, you won't miss

»I turn on the news and my body froze…«

Es ist ja nicht so, dass man es nicht hätte erwarten können. Im Koalitionsvertrag steht ganz offen ein Politikentwurf, der den gesellschaftlichen Megatrend der letzten Jahre fortschreibt und ausbaut: Wer arm ist, wird es bleiben. Wer reichlich Einkommen hat, profitiert von den erhöhten Freibeträgen. Wer sich jetzt schon so durchschlagen muß, geht weitgehend leer aus. Arbeitgeber werden geschont, Arbeitnehmer (die paar, die es noch gibt) finanzieren den Rest. Sozialversicherungsprivatisierung pumpt neues Geld in die Finanzmärkte, direkt von den Arbeitnehmern, ohne Umweg über Steuern. Ob wir das Geld nach dem nächsten Crash jemals wiedersehen? Egal.

Friedrich Küppersbusch kommentiert in seiner taz-Kolumne den Koaltionsvertrag und bringt’s auf den Punkt:

Es geht nahtlos da weiter, wo Kohl & Kinkel havarierten: Die Abschaffung der paritätischen Sozialversicherung. Pflege? Ein Tag mehr arbeiten. Gesundheit? Arbeitgeberanteil wird eingefroren. Rente? Ohne Zusatz aus Steuern droht Altersarmut. Arbeitslos? 30 Jahre einzahlen, und dann schnell in die Sozialhilfe abschieben. Es gibt keine paritätische Sozialversicherung mehr, sondern alle vier Säulen werden 70 bis 90 Prozent arbeitnehmer- und steuerfinanziert. Diese neue Bundesregierung mag stehen wo immer – sozialpolitisch steht sie rechts von Bismarck. (…)

Im Detail enthält es ne Menge Geschenke an Großunternehmen, ob nun private Versicherer oder multinational bilanzierende Konzerne. Im großen Ganzen kann man kaum erkennen, wo es hingegen soll.

Hornissen.

Es geht um die Entsolidarisierung der Gesellschaft. Bisher gilt, wenn auch schon mit Einschränkungen: Die Gemeinschaft hilft den Schwachen. Wenn schwarz-gelb fertig ist wird gelten: Jeder hilft sich selbst, dann ist an alle gedacht.           (Süddeutsche)

»Survival of the fittest…«

Come togehter, right now...

Die Rivalität zwischen Schröder und Lafontaine hat die SPD zerrissen. Schröder sonnte sich im Kanzlersein, drum herum wurde es einsam. Historische Bedeutung – ein Platz zwischen Brandt, Schumacher, Ebert – mäße ich dem zu, der die neue, gesamtdeutsche Linke zustande bringt.

… sprach Friedrich Küppersbusch@taz