fotoflut

Klutz @ MYA2008 (Freitag)My Enemies XII Mistakes @ MYA2008 (Freitag)Mele Kalikimaka @ MYA2009Stoke @ HABC 2009

quartalsplatten

der frühe vogel…

Made in the German Democratic RepublikMade in the German Democratic Republik


Schöne antike Denglish-Kombi. Einerseits bei »K60« die Kassette raushängen lassen (eigentlich hieß das C-60 oder ähnlich), andererseits »low noise« und »GDR«. Allerdings waren wir damals ja auch gerne »Western Germany«. (by, via)

if it’s in a glass you’ll drink it

Eine CD-Lieferung aus UK spülte mir heute abend recht preiswert eine CD in die Finger, die zu den UK-Top10-Alben des Jahres 1991 gehört: »30 Something« von Carter The Unstoppable Sex Machine, gerne auch zu Carter USM verkürzt. Eine Mischung aus billigen Drumloops, Keys und Samples, Punk-Gitarren und einer Menge Wut im Bauch – als hätte man die frühen Pet Shop Boys mit The Clash zu einer Homerecording-Session in einem heruntergekommenen Londoner Stadtteil festgesetzt und Alien Sex Fiend für ne halbe Stunde zum Tee eingeladen. Im Kontext des aktuellen Elektro-Revivals sind sie vielleicht eine kleine Wiederentdeckung wert.

»Anyplace Anytime Anywhere« hat glücklicherweise nichts mit Nena zu tun. Eher mit einer Menge Alkohol und wie man ihn als Unterschichts-Brite zielgerichtet einsetzt, um sich gezielt der trostlosen Wirklichkeit zu entziehen: »Anyplace, anytime, anywhere there’s a wonderful world you can share«, egal ob mit Selbstgebrautem, Southern Comfort oder Mundwasser.

The tequilla sun is rising
and the Harvey’s Bristol moon is sinking
Put the Binatone on snooze
open up some Special Brews
and start drinking

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Je väther der Abend...Je väther der Abend…

Der Spreeblick hat grad eines der Kleinode aus der Abteilung »80er Jahre Trashhits« ausgegraben. Sehr geil. Ich vermute, dass jener Song tatsächlich einen gewissen kulturhistorischen Impact gehabt hat: das zuvor von Schülern heißgeliebte, aber von Pädagogen und Eltern arg berümpfte Wort »geil« war dank Bruce & Bongo auf allen Volksfeste des Sommers präsent und somit schützenfestkompatibel. »Geil« war in der Mitte der Gesellschaft angekommen und die längste Zeit hippe Jugendsprache, lange vor »Geiz ist geil«.

Kommen wir nun zu einem anderen Kleinod, dass zu recht in Vergessenheit geraten ist. Zu meiner eigenen Belastung Belustigung Beschädigung (?) muß ich gestehen: ich bin stolzer Besitzer der 12Inch. Was Sven Väth aber für eine Entschuldigung hat, dieses Teil verzapft zu haben, weiss ich nicht… Baba baba.

Die beste Platte der Welt (Soundtrack 1989)

»Disintegration ist das beste Album der Welt« (Kyle)

Natürlich dürfen The Cure in dieser Reihe nicht fehlen, obwohl sie IMHO 1989 schon knapp über ihrem Zenit waren. »Disintegration« war das Album, auf das wir alle gewartet haben, das mich dann aber doch vor allem enttäuscht hat. »Kiss me Kiss me Kiss me« von 1987 war ein unglaubliches Werk, vielfältig und eine Achterbahnfahrt der Gefühle: übermütige Popsongs (»Hot Hot Hot«, »Why can’t I be you«), manisch-depressive Teile (»The Kiss«, »Shiver and Shake«), sogar Lovesongs (»Just like Heaven«, »One More Time«) und ein trotziges ‘Trotzdem’ (»Fight«) als Abschluß. Dazwischen viele gute Songs, angenehm wenige Füller, zuviel für eine Vinylscheibe: ein Doppel-Album musste es sein, in knalligem Orange.

Im Vergleich dazu ist »Disintegration« ein recht homogenes Gebilde: sehr in Moll, ziemlich depri und musikalisch erschreckend gleichförmig. Ein ganzes Album für die Versöhnung mit den von »Kiss me…« verschreckten Schwarzkittel, die jetzt wieder einen Soundtrack hatten, um vom Weltschmerz gebeugt durchs Leben und über den Edelstahldancefloor im »Welcome« zu schlurfen. weiterlesen…

said he was killer, now I know it's truesaid he was killer, now I know it’s true

Ich hab mir ja echt nen Ohrwurm an La Roux’s »Bulletproof« gehört – und auch das Album dazu ist sehr anhörbar, maximal 3 Songs die wirklich nur “Durchschnitt” sind, der Rest locker drüber. Manchmal kratzt Elly Jackson stark am nördlichen Rand ihres Stimmumfangs, aber sie ist nun mal keine Alison Moyet. Der Vergleich zu Yazoo ist schon häufiger bemüht worden, er passt auch irgendwie, aber das Stimmvolumen von »Alf« ist nun mal etwas wuchtiger. Aber egal: weniger Soul kann manchmal auch mehr sein und La Roux fröhnen momentan ja eher den Kühlhaus-Soundwelten (auch wenn das beim nächsten Album angeblich anders werden soll). Daher liegt ‘gefühlt’ ein anderer Vergleich fast noch mehr auf der Hand: Durch die Songs von Anne Clark, der Königin des Spoken-Word-Synthpops wehte – zumindest in der Zeit, wo sie gemeinsame Sache mit David Harrow machte, also auch in den 80ern – ein ähnlich unterkühlter Wind.

Anyway: die frühen 80er sind mehr als zurück, man darf Synthpop wieder mögen. Und da der direkte Vergleich auf der Hand liegt, hab ich von Yazoo »Don’t go« ausgegraben. Ein schöner Song, ein loliges Video mit gutgelauntem Vince Clarke als Dr. Frankenstein und Graf Dracula, dazu noch Sklette, Monster, randalierende Ritterrüstungen – und Gummifledermaus. xD

[Video nach dem Klick, weil der Autostart sich nicht stoppen lassen will...]   weiterlesen…