fotoflut

Terremoto Pip @ HABC 2011Mele Kalikimaka @ MYA2009Between Love and Madness @ MYA2008 (Samstag)Sturch @ MYA2009

quartalsplatten

der frühe vogel…

Wenn ich nur wüsste, welches Leben ich ändern müsste.

Das neue Album von PeterLicht ist seit einigen Tagen raus und ich hab es am Wochenende einige hundert Kilometer lang ungestört hören können. Der Mann macht musikalisch im Bandformat weiter und ist nach den zahlreichen pianodominierten Songs des letzten Albums »Melancholie und Gesellschaft« (2008) wieder etwas näher an den »Liedern vom Ende des Kapitapitalismus« (2006) dran, aber meilenweit von seinem bisher einzigen Radiohit »Sonnendeck« (2001) entfernt. Was nicht schlecht ist.

Zwei Songs sind live am Stück eingespielt worden und fallen ein wenig aus dem Rahmen: der Opener »Sag mir, wo ich beginnen soll« und das siebenminütige »Fluchtstück«. Ansonsten dominiert Pop in diversen Geschmacksrichtungen. Was natürlich nur musikalisch gemeint ist, denn was PeterLicht an Texten und Thesen um die Ohren haut, ist nicht ganz ohne. Der rote Faden dürfte die Spannung zwischen dem gelebten Leben und dem anderen, ungelebten Leben sein, die Frage nach der Flucht aus dem einen in das andere oder alternativ die Aufforderung: »Du mußt dein Leben ändern« mit dem dicken Fragezeichen an der Stelle, welches Leben denn das änderungswürdige wäre. Klappe halten, Leben ändern?

Du Du Du Du
Du und Dein Leben
Ihr beide müsst Dein Leben ändern

Womit nebenbei auch gesagt ist, dass zu dieser Änderung mindestens zwei gehören. Nicht nur die Hölle, sondern das sogenannte »eigene« Leben sind irgendwie doch immer auch die anderen: Gesellschaft ist toll, wenn nur all die Leute nicht wären. Denen wir uns aber weiterhin breitwillig auf dem Zuckerberg selber opfern und unser Fleisch und was sonst noch von uns übrig ist zu Markte tragen. Haben wir eine Alternative?

Erschreckenderweise gibt es wohl Menschen, die »Begrabt mein iPhone an der Biegung des Flusses« als Pro-Post-Privacy-Soundtrack verstehen und zur Facebook-Hymne erheben wollen. Ok, nicht jedem muss ein Licht auch aufgehen, wenn man ihn hört. Ist vielleicht ein Kollateralschaden der Generation Comedy, dass man Ironie nur bemerkt, wenn sie mit dem Holzhammer daherkommt. Wer allerdings auch zwischen den Zeilen lesen kann, ist bei dem suversiven Pop von PeterLicht gut aufgehoben.

Schaffen wir uns ab oder den Fluss hinauf

PeterLicht wird in ziemlich genau 2 Monaten ein neues Album veröffentlichen. Wer ein paar Eurocent über hat, kann einen Song daraus schon erwerben: »Neue Idee« ist seit gestern freigelassen.

Neue Idee by PeterLicht

Hört sich gut an. Tourdaten gibts auch schon, aber noch nicht ganz so viel in Norddeutschland. »Das Ende der Beschwerde« soll es dann ab 28.10.2011 geben.

Ob Tomte aufgelöst oder nur auf Eis gelegt sind, weiß offenbar Thees Uhlmann selbst nicht so recht, denn es kursieren dazu unerschiedliche Aussagen von ihm. Sein erstes Soloalbum ist hörenswert und gibt es derzeit bei den Amazonen für preiswerte 5 Euro als Download (mp3; VBR mit immerhin bis zu 320kbps). Aber Obacht: der Tonträger hat 3 Bonustracks, darunter auch dieser Track in Englisch:

Schon ziemlich geiler Song.

rolling on extreme ways

Zugegeben: nicht mehr ganz taufisch, das Mashup von Moby’s extremen Wegen mit  Adele’s tiefen Rollern. Aber mir fiel grad auf: Das Album »21« von Adele hat es in meine Top9-Quartalsplatten geschafft, woran das o.g. Mashup nicht ganz unschuldig sein dürfte. Hab die nette Britin ja bisher in einen Topf mit Amy Winehouse-Epigonen wie Duffy und so geworfen. Zu unrecht.

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everything is under control…

Ok, dieses Teil scheppert bei mir gleich an mehreren Rasseln gleichzeitg: Joy Division, afrikanische Musik, hörbaren House und interessante Videos. Und weil das so ist, poste ich es, obwohl es schon bei Nerdcore und anderswo zu sehen war*: Spoek Mathambo mit »Control«.

Laut Promotext ist »Control« bereits das vierte Video zu Spoek Mathambo’s Debütalbum »Mshini Wam«. Ein »darkwave township house cover« des Joy Division Klassikers »She’s Lost Control«. Im Original geht es eigentlich um Epilepsie, das Cover bedient aber keine der mir bekannten curtis’schen Textvarianten, sondern nuschelt etwas anderes in die Effektschleifen. Der Clip ist as schwarzweiß as s/w can be und entstand mit dem südafrikanischen Fotografen Pieter Hugo und Filmemacher Michael Cleary, starring Kids aus der Nachbarschaft:

It explores the world of township cults, street preaches and teen gangs and was shot on location in a squatted train boarding house in Langa, Cape Town. The cast is mainly made up of the neighborhood kids who run their own dance troop, Happy Feet.

Ich hau gleich noch den Soundcloud-Player mit dem restlichen Album sowie den Hinweis dazu, dass man das Album auch käuflich z.B. bei den Amazonen erwerben kann (was ich gerade getan habe).

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Nothing to die for: erste Alphaville-Single seit JahrenNothing to die for: erste Alphaville-Single seit Jahren

Alphaville haben letzte Woche mit »I die for you today« ihre erste Single seit roundabout sieben Jahren veröffentlicht (zumindest als Download auf itunes und Amazon, im Laden wohl erst ab 22. Oktober), am 19. November soll das neue Album »Catching Rays On Giant« folgen.

Man könnte unken »grad rechtzeitig zur 80er-Retro-Welle«, aber Alphaville waren all die Jahre ja nie wirklich weg, auch wenn von dem einstigen Trio aus den seligen Zeiten von »Big in Japan« und »Breathtaking Blue« nur noch Sänger Marian Gold übriggeblieben ist.

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