fotoflut

Die Stiele @ Löwenbräu 2010Mele Kalikimaka @ MYA2009Pauka @ HABC 2011 A Chinese Restaurant @ MYA2008 (Freitag)

quartalsplatten

der frühe vogel…

Streetview ist totalitärStreetview ist totalitär

Enno Park haut bei Carta ein paar Gedanken zu Google Streetview raus, die ich ich ähnlich auch schon mal formuliert hatte:

Googles Ansatz, alles und jeden durchsuchbar zu machen und der Gedanke, Streetview-Verweigerer zu ihrem Glück zwingen zu wollen, sind totalitär. Bei Streetview meldet man sich nicht freiwillig an wie bei Facebook. Privatsphäre bedeutet unter anderem das Recht des einzelnen, in Ruhe gelassen zu werden – ein Aspekt, der in der Kontrollverlust-Debatte kaum erwähnt bzw. in sein Gegenteil verkehrt wird. Streetview-Bilder sind eben keine Touristen-Schnappschüsse. (…)

Die Streetview-Verteidiger behaupten, Streetview sei eine Form von Öffentlichkeit. Ist es nicht. Streetview ist Google, nicht mehr und nicht weniger. Google kann jederzeit den Dienst manipulieren, kostenpflichtig machen, abschalten. Natürlich ist die Hausfassade öffentlich und von jedem einsehbar, was aber nichts daran ändern, dass man aufgrund dieser Bilder wahre oder falsche Rückschlüsse auf meine Person machen kann. (…) Der öffentliche Raum bleibt vollkommen unangetastet – niemand sperrt Straßen und Plätze und verweigert uns den Zutritt.

(…) Erst das massenhafte Sammeln von Daten, die Möglichkeiten des Datamining und die allgegenwärtigen Versuche von Staat und Konzernen, uns aufgrund aller möglichen und unmöglichen Daten zu scoren geben an sich völlig harmlosen Daten eine neue Qualität. Streetview-Bilder können potenziell zu diesen Daten gehören. Es sollte dem Einzelnen überlassen bleiben, wieviel Information er zur Verfügung stellen möchte.

Pasteten kleben besserPasteten kleben besser

Die Süddeutsche macht den Erklärbär. Wie mir scheint, nicht so sauber recherchiert. Es geht um  Aufkleber, die intime Körperstellen im Nacktscanner vor neugierigen Blicken schützen sollen:

Per Klebestreifen werden die Pasties – wörtlich übersetzt “Pasteten, der Begriff stammt aus dem Kostümfundus von Striptease-Tänzerinnen – in der Unterwäsche befestigt. Gleichzeitig weist der Hersteller jedoch darauf hin, dass alle Pasties-Träger mit den Sicherheitskräften am Flughafen kooperieren und auf deren Verlangen blankziehen sollen – damit sie keinesfalls für Tarnlappen-Bomber gehalten werden.

Ich hätte ja Pasties von “to paste” abgeleitet. Die Wikipedia sieht das ähnlich.

Endlich: Bundesgoogle

Xtra3, die Satiresendung des NDR, durfte exklusiv das neuste Werk von Alexander ‘Du bist Terrorist’ Lehmann (CC BY-NC-ND) über den Äther bringen. Buugle – der offizielle Google-Killer. (via)

Neue Möglichkeiten für alte Daten…

Richtig verknüpfte Daten ergeben echten Mehrwert: Google Street View Premium (via Electru). Da bezahlen die Nachbarn doch gerne für.

Hallo Google…

… wer hat Dir eigentlich eingeredet, Du hättest einen Anspruch darauf, überhaupt irgendwas von mir zu wissen oder zu wollen? Wer ich bin, was ich kaufe oder denke oder wo mein Haus wohnt zum Beispiel. Oder wie es aussieht. Oder wie ich aussehe. Und das alles miteinander zu verknüpfen und in einer großen Datenwolke für alle verfügbar zu machen, vor allem aber, um irgendwie und über drei Ecken damit Geld zu verdienen. Denn darum geht es doch, oder? Geld verdienen willst Du. Niemand fotografiert freiwillig die ganze Welt für lau. Das muß sich rechnen. Und dafür willst Du unbedingt ganz viel über mich wissen. Schon klar, hab ich verstanden.

Nur: will ich das nicht. Ich will nicht, dass Du mit meinen Daten Geld verdienst.

Ich sehe auch gar nicht ein, dass ich Dir das extra sagen muß, das ich das nicht will.

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